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Christian Zeitz wechselte 2003 von der SG Kronau-Östringen nach Kiel © getty

Der Titelverteidiger startet mit einem Kantersieg in die neue Saison. Gummersbach gewinnt ein hart umkämpftes Spiel beim TBV.

Kiel - Titelverteidiger THW Kiel ist mit einem souveränen Sieg in die neue Saison der Toyota HBL gestartet.

Der Rekordchampion ließ Aufsteiger TSG Lu.-Friesenheim beim 37:19 (15:10) in eigener Halle keine Chance und setzte sich damit vor den Füchsen Berlin an die Tabellenspitze.

Tags zuvor hatte der größte Konkurrent der Kieler, Vizemeister und Pokalsieger HSV Hamburg,überraschend mit 30:32 bei Frisch Auf Göppingen verloren.

Der Europapokalsieger der Cupsieger VfL Gummersbach feierte beim TBV Lemgo einen knappen 31:30 (16:17)-Erfolg.

Die Kieler taten sich gegen den Aufsteiger in der Anfangsphase schwer. Im Angriff unterliefen dem Champions-League-Sieger zunächst einige Fehler. Bis zur 14. Minute hatten die Ludwigshafener, die als jüngste Mannschaft der Bundesliga an den Start gegangen waren, Gleichstand (6:6) erzwungen.

Zeitz in Top-Form

Die Gäste mussten dann aber der hohen individuellen Klasse aber letztlich Tribut zollen. Christian Zeitz stellte erneut seine gute Form unter Beweis und war mit zehn Toren bester Werfer der "Zebras".

Auf der Gegenseite war Alexander Becker mit vier Toren erfolgreichster Schütze. (Die Stenogramme des 1. Spieltags)

THW-Coach Alfred Gislason zeigte sich nach dem Sieg kritisch: "Ich bin natürlich zufrieden, dass wir das erste Spiel gewonnen haben. Es war eine schwere erste Halbzeit für uns. Wir haben, aus meiner Sicht, etwas drucklos gespielt und man hat gemerkt, dass einige Spieler noch etwas müde sind."

"In Göppingen werden nicht viele gewinnen"

Für den Gegner fand der Isländer allerdings nur lobende Wort: "Wenn man Friesenheim nach der ersten Halbzeit beurteilt, denke ich, dass sie ganz sicher nicht absteigen werden. Sie haben sehr diszipliniert und intelligent gespielt."

Auch der Kapitän der Kieler, Marcus Ahlm, gab sich nach dem Spiel bei SPORT1 zufrieden: "Im ersten Spiel ist man immer etwas nervös, man weiß nicht, wo die Mannschaft steht. Wir hatten uns vorgenommen, gut in der Abwehr zu stehen und eigentlich haben wir das das ganze Spiel durch gut gemacht. Vorne haben wir die Bälle teilweise zu leichtfertig weggeschmissen, das passiert leider oft zu Beginn der Saison, obwohl man vorher drüber geredet hat."

"Göppingen ist ein absolutes Top-Team. Das kann jedem passieren. In Göppingen werden nicht viele gewinnen", äußerte sich der Gislason über den Fehlstart der Hamburger.

Somic vergibt Ausgleichs-Treffer

In Lemgo sahen die 4043 Zuschauer einen echten Handball-Krimi, in dem die Tordifferenz nie mehr als vier Treffer betrug und die Führung ständig wechselte. (VIDEO: Adrian Wagner im Interview)

[kaltura id="0_9q4j1cgp" class="full_size" title="Friesenheims Dietrich im Interview"]

Besonders in der Schlussphase ging es hoch her, als Jörg Lützelberger in der 56. Minute nach einer rüden Attacke gegen den ausnahmsweise im rechten Rückraum agierenden Florian Kehrmann die Rote Karte sah.

Sekunden vor Schluss hatte der TBV, in Person von Avishay Smoler, die Chance zum Ausgleich, scheiterte jedoch am Innenpfosten und dem VfL-Schlussmann Vjenceslav Somic. Für TBV-Coach Volker Mudrow war Somic bei Gummersbach "der stäkste Mann".

"Ein Spiel auf Messers Schneide"

"Es war ein Spiel auf Messers Schneide und wir hatten das Unentschieden auf der Hand. Aber wir haben zu viele freie Bälle verworfen", konstatierte Mudrow bei SPORT1.

"Außerdem waren beide Linkshänder, Rolf Hermann und Holger Glandorf, angeschlagen. Holger konnte sich Hand anfangs nicht richtig bewegen, das hat man auch gemerkt".

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