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Pleite zum Saison-Start - und HSV-Coach Martin Schwalb hadert © getty

Die Auftakt-Pleite bringt Schwalbs Team im Meisterschaftskampf gegen Kiel schon in Zugzwang. Auch wenn Fitzek abwiegelt.

Von Christian Paschwitz

München - So schnell kann Vorfreude und Euphorie manchmal in Trübsinn münden:

Vor einer Woche hatte der HSV Hamburg noch den Super Cup gewonnen.

Und dabei ausgerechnet dem Erzrivalen THW Kiel eine lange Nase gedreht (27:26).

"Wir haben das Potenzial, bei allen drei Titeln anzugreifen", machte Blazenko Lackovic auf SPORT1 danach denn auch gleich eine erste Kampfansage in Richtung der "Zebras".

Böses Erwachen in der Liga

Doch sechs Tage später herrscht bei den Hamburgern Katerstimmung.

Und zumindest im Fernduell um die Meisterschaft muss das Team von Trainer Martin Schwalb die ersten Kratzer im Titel-Lack verarzten.

Das 30:32 (13:17) bei Frisch Auf Göppingen ist bereits eine schwere Hypothek für die weitere Saison der Toyota HBL, in die das Kieler Ensemble dagegen höchst souverän gestartet ist:

Mit dem 37:19 (15:10)-Kantersieg gegen Aufsteiger TSG Friesenheim setzte sich der THW auf Anhieb an die Tabellenspitze. (Die Stenogramme des 1. Spieltags)

[kaltura id="0_cgk5of9c" class="full_size" title="G ppingens Haa im Interview"]

"Wer uns abschreibt, macht einen Fehler."

Wenngleich Hamburgs Manager Christian Fitzek nach der Pleite im Südwesten trotzig meinte: "Wer uns schon abschreibt, macht einen großen Fehler."

Der HSV steht schon jetzt gehörig unter Druck - und viel Gesprächsbedarf auf dem Programm.

"Wir werden das sorgfältig aufarbeiten, und dann hoffentlich am Mittwoch gegen Ahlen-Hamm den ersten Saisonsieg nachholen", so Schwalb in der Hamburger "Morgenpost".

Jetzt gegen Aufsteiger Ahlen-Hamm

Denn: Nicht auszudenken, was passiert, sollten die Hanseaten auch ihren ersten Heim-Auftritt in den Sand setzen (Mi., 20.15 Uhr LIVESCORES).

Das anspruchsvolle Hamburger Publikum jedenfalls dürfte gegen den Aufsteiger einen ebensolchen Kantersieg erwarten, wie ihn sogleich die Kieler zeigten.

Dafür muss der HSV aber wesentlich mehr in die Waagschale werfen als die zwischenzeitliche Aufholjagd in Göppingen, wo es auch schon in der Vorsaison eine Pleite gesetzt hatte.

HSV-Zwischenspurt zu wenig

Nach einem 23:28 (48.) gelangen nun zwar fünf Treffer in Folge zum Ausgleich (55.) - auch, weil der ansonsten schwache Keeper Johannes Bitter in der Schlussphase besser ins Spiel kam.

Dann aber legte Göppingen noch eine Schippe drauf, und die erste Saison-Niederlage der Gäste war besiegelt.

Ironie des Schicksals: Der letzte Wurf von Michael Haaß prallte zunächst an den Pfosten, anschließend gegen den Rücken von Bitter - und schließlich über die Linie.

Kraus und Duvnjak schwach

"Das war keine Leistung, auf die wir stolz sein können", bilanzierte Schwalb.

Der Coach meinte damit wohl auch Michael Kraus und Domagoj Duvnjak: Der Neuzugang sowie der zweite Rückraum-Shooter kamen jeweils auf nur einen Treffer.

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