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Treffen in der Bundesliga nun aufeinander: Lakovic vom HSV (l.) und Fernandez (M.) © imago

Der Kieler Neuzugang will an die Erfolge anknüpfen. Dass Fernandez nach Kiel wechselt, liegt an zwei Landsmännern.

Von Rainer Nachtwey

München/Kiel - Der Transfer-Coup des THW Kiel ist perfekt. Nach dem Kieler Sieg gegen den TBV Lemgo vermeldete Geschäftsführer Uli Derad Vollzug.

Jerome Fernandez wechselt von Ciudad Real zum Deutschen Meister, die Spanier erteilten dem 33-Jährigen die Freigabe.

Mitte der Woche wird Fernandez in Kiel erwartet.

Vorerst nur ein Jahr

Voraussichtlich wird sich Fernandez nur ein Jahr an den THW binden.

"Mein Kontrakt bei Ciudad Real wäre im Juni 2011 geendet, deshalb möchte ich nicht länger unterschreiben", sagte Fernandez.

Seine ursprünglichen Planungen waren, nach dem Jahr in Spanien in seine Heimat zurückzukehren, um dort seine Karriere zu beenden und anschließend seine Laufbahn nach der aktiven Zeit zu planen.

Verbleib durchaus möglich

Mittlerweile ist er davon abgerückt und kann sich einen längeren Aufenthalt beim THW vorstellen.

"Wer weiß? Wenn es mir in Kiel gefällt und ich mich körperlich gut fühle,...", sagte Fernandez und ließ den Satz offen. "Sicher ist nur, dass ich nach Frankreich zurückkehren werde, aber wann das ist, ist noch nicht zu 100 Prozent sicher."

Zumal seine Landsleute Daniel Narcisse und Thierry Omeyer eine gewichtige Rolle in seinen Überlegungen spielen: "Ohne die beiden, würde ich nicht nach Kiel gehen."

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Fernandez strebt nach dem Triple

Mit dem THW hat er sich hohe Ziele gesteckt. "Die Mannschaft hat letzte Saison alles gewonnen, das wollen wir wieder schaffen. Wenn man die Möglichkeit hat, die Bundesliga, die Champions League und den deutschen Pokal zu gewinnen, unterschreibt man natürlich sofort."

Angst davor, "ein neues Land zu entdecken", habe er nicht, auch wenn es ihm in der Seele weh tue, Spanien zu verlassen. "Ich hatte drei schöne Jahre in Ciudad Real", sagte Fernandez, der zuvor sechs Jahre das Trikot des FC Barcelona getragen hatte.

Ärger bei Klubbossen

Allerdings hinterlässt Fernandez bei BM Ciudad Real nicht nur Freunde.

Insbesondere seine Äußerungen, der Klub sei in einer wirtschaftlich angeschlagenen Situation, stoßen den Klubverantwortlichen sauer auf.

"Sie haben nicht genug Geld, um alle zu bezahlen", hatte Fernandez behauptet. "Nachdem sie wussten, dass ich nach der Saison nach Frankreich zurückkehre, haben sie mich gefragt, ob ich nicht gleich gehen könne."

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