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Bob Hanning (r.) ist seit 2005 Manager der Reinickendorfer Füchse © imago

Vor dem Topspiel gegen Kiel spricht Füchse-Manager Bob Hanning über den guten Saisonstart und die Chancen gegen den THW.

Von Rainer Nachtwey

München - Können die Füchse Berlin die deutsche Übermannschaft aus Kiel im Topspiel der Toyota HBL ( So., 17.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) stolpern lassen. Berlins Manager Bob Hanning glaubt ja, beziffert die Aussichten aber auf ein Prozent.

Im Interview mit SPORT1 spricht der umtriebige Handball-Experte über den starken Saisonstart des Hauptstadt-Teams, sieht zugleich aber Schwächen.

Dennoch seien die Füchse bereit, für ihre Ziele zu kämpfen und die Überraschung zu versuchen. Er gratuliert dem THW zu einer Top-Verpflichtung. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

SPORT1: Die Füchse sind zurzeit ungeschlagener Zweiter. Was bedeutet der gute Saisonstart?

Bob Hanning: Zuerst einmal gibt uns das viel Selbstvertrauen und ein gutes Gefühl. Auf der anderen Seite können wir das aufgrund unseres leichten Auftaktprogramms schon realistisch einschätzen.

SPORT1: Aber auch solche Spiele müssen erst einmal gewonnen werden. Ist das die neue Stärke?

Hanning: Nein, das würde ich nicht sagen. Wir haben die Mannschaft leistungsmäßig sinnvoll verstärkt, das macht sich positiv bemerkbar. Hinten erreichen wir Europapokal-Niveau, dafür im Angriff aber manchmal nur gutes Zweitliga-Niveau - da habe ich manchmal das Gefühl, dass wir eine Lederallergie haben. Dennoch: Das Team hat klare Ziele und dafür ist es auch bereit zu kämpfen.

SPORT1: Heißt das Ziel Europa?

Hanning: Ja, die Mannschaft träumt vom europäischen Handball.

SPORT1: Mit Kiel wartet jetzt die Übermannschaft. Was ist für die Füchse drin?

Hanning: Von der Besetzung her ist eigentlich nicht viel drin. Aber wenn wir auch gegen die Kieler eine stabile Abwehrleistung zeigen und ihnen gleichzeitig wenige Möglichkeiten zum Gegenstoß geben, dann haben wir zumindest eine einprozentige Chance. Dann fehlen uns nur noch 99 Prozent zum Sieg.

SPORT1: Die Kieler haben sich mit Jerome Fernandez noch einmal verstärkt. Was halten Sie von dem Wechsel?

Hanning: Ein genialer Kauf! Zu diesem Spieler kann ich Kiel nur gratulieren.

SPORT1: Wenn die Mannschaft mit Fernandez eingespielt ist und auch noch die Verletzten zurückkehren, ist Kiel dann überhaupt noch zu schlagen?

Hanning: Von der Besetzung her ist der HSV nicht unbedingt schlechter, den Hamburgern würde ich es am ehesten zutrauen. Die Rhein-Neckar Löwen hätten zwar das Potential, aber in dieser Saison werden sie da nicht drankommen.

SPORT1: Erst Kiel, dann Flensburg, Großwallstadt, Hamburg, Löwen, Gummersbach. Wird sich erst in den kommenden Spielen zeigen, wo die Füchse wirklich stehen?

Hanning: Genau, die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen. Wenn wir europäisch dabei sein wollen, müssen wir unsere Heimspiele gewinnen und auch irgendwo mal eine Sensation schaffen. Es ist ein schwieriges Programm, aber das gehört dazu.

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