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Christian Zeitz (M.) blieb mit 3 Toren hinter seiner bisherigen Quote zurück © getty

Der THW kassiert am 4. Spieltag die erste Niederlage der Saison. Bei den Berlinern ragt neben dem Keeper ein Isländer heraus.

Berlin - Die Füchse Berlin sind in der Toyota HBL weiter nicht zu stoppen: Das Überraschungsteam gewann auch das Spitzenspiel gegen den Rekordmeister THW Kiel und übernahm damit die Tabellenspitze.

Gegen den Titelverteidiger und Champions-League-Sieger siegte das Team von Trainer Dagur Sigurdsson mit 26:23 (14:11) und ist als einzige Mannschaft der Liga nach fünf Siegen in fünf Spielen noch verlustpunktfrei.

Die Kieler, die erstmals seit 1983 gegen die Füchse verloren, mussten mit ihrer ersten Saisonniederlage einen Rückschlag auf der Mission Titelverteidigung hinnehmen.

Bester Werfer des Spiels war der Kieler Filip Jicha mit 13 Toren. Bei den Gastgebern taten sich Ivan Nincevic (7 Tore/2 Siebenmeter) und Alexander Petterson (5 Tore) hervor (STENOGRAMME: 4. Spieltag).

"Das war ein total anstrengendes Spiel für Kopf und Körper", sagte Berlins Matchwinner, Keeper Silvio Heinevetter, bei SPORT1: "Wir standen gut in der Abwehr. Das war eine Super-Leistung von uns."

Jichas Tore reichen nicht

In der ausverkauften Max-Schmeling-Halle dominierten die Gastgeber in der ersten Hälfte das Geschehen überraschend deutlich.

Vor allem Heinevetter frustrierte die Kieler Werfer mit seinen Paraden.

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Über 6:5 (10.) setzten sich die Berliner stetig ab und wurden beim 14:11-Halbzeitstand von den Zuschauern stehend mit Ovationen in die Kabine verabschiedet.

Bei den Kielern, bei denen der französische Olympiasieger, Welt- und Europameister Jerome Fernandez sein Debüt feierte, überzeugte in den ersten 30 Minuten lediglich Jicha. Schon zu Ende des ersten Abschnitts hatte er sechs Tore erzielt.

Beständige Führungswechsel

Nach der Pause machte der Tscheche da weiter, wo er aufgehört hatte. Mit drei Toren in Folge sorgte er für den 14:14-Ausgleich (36.).

Danach entwickelte sich eine enge Begegnung, in der die Führung mehrmals wechselte.

Erst beim 24:21 (56.) setzten sich die Füchse wieder mit drei Toren ab und brachten den Sieg über die Zeit.

"Berlin hat verdient gewonnen. Sie haben mit den Neuzugängen einen Riesenschritt nach vorne gemacht", sagte Kiels Trainer Alfred Gislason.

Dagegen war sein Gegenüber Sigurdsson fast sprachlos. "Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. Ich denke, das Umfeld und die Fans wollen mehr von diesem Niveau", erklärte der Füchse-Coach nach der Partie.

Das Spiel im Stenogramm

Füchse Berlin - THW Kiel 26:23 (14:11)Tore: Nincevic (7/2), Petersson (5), Christophersen (4), Laen (4), Jaszka (3), Sellin (2), Spoljaric (1) für BerlinJicha (13/2), Zeitz (3), Ahlm (2), Ilic (2), Klein (2), Palmarsson (1) für KielZuschauer: 9000 (ausverkauft)

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