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Thorsten Storm machte die Flensburger als Geschäftsführer 2004 zum Deutschen Meister © imago

Die Entlassung ihrer beiden Coaches nehmen die Badener professionell auf, der Mäzen legt nach. Storm äußert bei SPORT1 Bedauern.

Von Andreas Kloo und Michael Spandern

München - Nach dem unverhofften Wechsel auf dem Trainerstuhl bemühen sich die Rhein-Neckar Löwen nach Kräften, das Augenmerk auf den Champions-League-Auftakt zu lenken.

Gleich bei seinem Debüt als Löwen-Coach steht Gudmundur Gudmundsson in Barcelona (Sa., 16.20 Uhr LIVESCORES) vor einer Herkulesaufgabe.

"Er genießt das volle Vertrauen des Klubs. Er hat einen Fünf-Jahres-Vertrag erhalten. Das sagt eigentlich alles", stärkte Manager Thorsten Storm den Isländer bei SPORT1, nachdem Ola Lindgren und sein Berater Kent-Harry Andersson am Donnerstag ihre Papiere erhalten hatten.

"Nielsen investiert viel Geld"

"Menschlich tut es mir persönlich sehr leid", sagte Storm. "Aber die Situation ist jetzt, wie sie ist."

"Unser Hauptgesellschafter Jesper Nielsen und der ganze Verein haben hohe Ziele und investieren viel Geld in die Löwen", erläuterte er.

Und Nielsen hatte diese Ziele trotz acht Siegen aus neun Pflichtspielen und der Quali für die Königsklasse in Gefahr gesehen.

"Viele wackelige Situationen"

Nielsen wehrte sich gegen die Vermutung, die Entlassungen seien von langer Hand vorbereitet gewesen, räumte aber ein: "Die Trennung war keine Panik-Handlung."

Und auch Storm sieht die Gründe für den Schritt bereits in der vorigen Saison: "Da haben wir gegen die vor uns stehenden Teams aus Kiel, Hamburg und Flensburg alle sechs Spiele verloren. Auch gegen Berlin haben wir keines gewonnen, und es gab viele wackelige Situationen."

"Sicher wäre die Entscheidung rückblickend nach der letzten Saison besser nachvollziehbar gewesen", sagte der Manager.

Zwei bleiben auf der Strecke

Die Akteure selbst seien aber äußerst professionell mit den Personalien umgegangen: "Es hat kein Spieler geweint, und es ist auch keiner in die Luft gesprungen. Das ist eben Profisport, da geht es nur um Ziele und Erfolg", sagte Storm dem "Mannheimer Morgen".

Ein großer Erfolg wäre bereits das Überstehen der Hammergruppe A in der Champions League. Sowohl die Vorjahresfinalisten aus Kiel und Barcelona als auch die starken Slowenen von RK Celje mit dem früheren THW-Trainer Noka Serdarusic, der polnische Champion Kielce und der französische Vizemeister Chambery Savoie stehen den Löwen gegenüber.

Die besten vier Teams der insgesamt vier Gruppen erreichen das Achtelfinale. Gegen Barca, das mit drei Siegen in die Liga Asobal gestartet ist, treten die Löwen zum ersten Mal an.

Die Katalanen verstärkten sich zur neuen Saison unter anderem mit dem schwedischen Keeper Johan Sjöstrand und dem französischen Kreisläufer Cedric Sorhaindo.

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