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In der Vorsaison feierte Michael Knudsen (l.) mit der SG zwei Siege gegen Bults Berliner © getty

Spitzenreiter Berlin mimt vor dem Spiel in Flensburg den Underdog, doch Per Carlen sieht die Füchse zu den Top 3 aufschließen.

Von Olaf Mehlhose

München - Die Füchse planen den nächsten Coup.

Nach dem Sensations-Sieg über den THW Kiel will der ungeschlagene Spitzenreiter aus Berlin nun auch die SG Flensburg-Handewitt (Di., ab 20.45 LIVE im TV auf SPORT1) überraschen.

Kein leichtes Unterfangen: In der "Hölle-Nord" erwartet das Team von Dagur Sigurdsson ein Hexenkessel.

Und Unterschätzen wird Flensburg die Hauptstädter nach dem Husarenstück gegen Kiel mit Sicherheit nicht.

"Wir haben uns Respekt verschafft"

Doch zumindest Bob Hanning rechnet sich gegen den direkten Verfolger gute Chancen aus: "Wir wollen es in Flensburg wie die Mainzer bei den Bayern machen", macht sich der Füchse-Geschäftsführer mit dem Überraschungs-Erfolg der Mainzer in München Mut.

Auch Trainer Sigurdsson gibt sich vor dem Spitzenspiel der Toyota HBL zuversichtlich: "Natürlich sind wir Außenseiter, dennoch haben wir uns mit dem bisherigen Saisonverlauf viel Respekt verschafft und können in Flensburg mit breiter Brust auftreten."

Zumal er in der Flensburger Campushalle wieder auf Rückraumspieler Michal Kubisztal zurückgreifen kann.

"Stressiges" Wiedersehen für Petersson

Für Berlins Rechtsaußen Alexander Petersson wird es an der Förde ein Wiedersehen mit seinen ehemaligen Mannschaftskollegen geben. Der Linkshänder spielte von 2007 bis 2010 für Flensburg.

Die Vorfreude auf das Aufeinandertreffen mit seinem Ex-Klub hält sich bei dem 30-jährigen Isländer allerdings in Grenzen: "Spiele gegen meine alte Mannschaft mag ich nicht so gerne, sie sind immer etwas stressig."

Das Augenmerk der Norddeutschen lag nach dem kräftezehrenden Programm der vergangenen Tage vor allem darauf, sich bis zum Spitzenspiel ausreichend zu regenerieren.

Knudsens Reha abgeschlossen

Trainer Per Carlen sehnt zudem die Rückkehr seines Kreisläufers Michael Knudsen herbei, der zudem als Abwehrsäule Tobias Karlsson und Jacob Heinl entlasten soll.

"Die beiden spielen ständig durch, dann bekommt Jacob auch noch einen Ball an den Kopf. Es gibt kleine Signale, auf die ich achten muss. Eigentlich brauchen sie mehr Pausen", sagte Carlen dem "Flensburger Tageblatt".

Bei Knudsen ist das rechte Knie sieben Monate nach seiner Operation reizfrei, die Rehabilitation abgeschlossen. Doch die Rückkehr des Dänen ist erst Mitte Oktober geplant.

"Berlin hat auch Schwächen"

Die Füchse lobt Carlen unterdessen in höchsten Tönen: "Berlin ist der nächste große Klub in Deutschland, der zu Kiel, Hamburg und Mannheim aufschließen wird", sagte er dem "Flensburger Tageblatt".

Die Berliner Defensive, insbesondere Torhüter Silvio Heinevetter, flößt ihm großen Respekt ein: "Gegen Kiel war er überragend und die absolute Schlüsselfigur", sagte der Coach: "Berlin hat aber auch Schwächen."

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