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Filip Jicha (M.) und der THW siegten in der vergangenen Saison 40:22 gegen FAG © getty

Glaubt man der Statistik, ist für Frisch Auf im Topspiel beim THW nicht viel zu holen. Doch Filip Jicha warnt bei SPORT1.

Von Björn Seitner und Barnabas Szöcs

München - Sportliche Doppel- und Dreifachbelastungen gehören für den THW Kiel bereits seit Jahren zum ganz normalen Alltag.

Die mentale Umstellung von Champions League auf die Toyota HBL sollte also für das erfahrene Team von Trainer Alfred Gislason eigentlich kein Problem darstellen.

Doch vor der Partie gegen Hamburg-Besieger Frisch Auf Göppingen (20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) macht sich beim Deutschen Meister großer Respekt vor dem Gegner bemerkbar.

"Gegen Göppingen ist nichts zu holen, wenn man nicht mit der richtigen Einstellung in die Partie geht", warnt Kiels Rückraummann Filip Jicha im Gespräch mit SPORT1 vor dem gut in die Saison gestarteten Gegner.(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Kleine Fehler vermeiden

Nach dem unglücklichen 28:28 der Kieler gegen den FC Barcelona am vergangenen Sonntag in der Champions League müsse laut Jicha noch an "ein paar Kleinigkeiten" gearbeitet werden.

Im Spiel gegen die Katalanen kassierte der norddeutsche Champions-League-Titelverteidiger den Ausgleich kurz vor Schluss durch den Rechtsaußen Albert Rocas.

Solch ein Fehler darf den Kielern gegen die lauernden Göppinger nicht passieren.

"Wir müssen vielleicht sogar noch konzentrierter als gegen Barcelona gegen Frisch Auf antreten, sonst haben wir auf dem Feld nichts verloren", sagt Jicha über die Begegnung mit dem Tabellenachten.

Göppingen seit fünf Jahren in Kiel sieglos

Seit vier Spielen ist das Team von Trainer-Fuchs Velimir Petkovic in der Liga ungeschlagen, auch wenn es zuletzt nur ein glückliches 31:31 in Balingen gab.

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Doch selbst der ordentliche Saisonstart von Frisch Auf kann die Fakten der vergangenen Partien gegen Kiel nicht wegwischen: Mehr als fünf Jahre ist der letzte Punktgewinn der Göppinger beim THW her.

Seither hagelte es zwölf Niederlagen in Folge, die vergangenen drei Besuche an der Förde endeten für das Petkovic-Team sogar mit mindestens neun Toren Differenz.

Jicha verlangt volle Konzentration

Allerdings hat sich bei den Süddeutschen seit dem Amtsantritt des autoritären Petkovic einiges geändert, die Mannschaft ist gefestigt und die Formkurve zeigt kontinuierlich nach oben.

Ob die fünfjährige Negativserie Göppingens in Kiel am 7. Spieltag endlich endet, wird sich zeigen. Petkovic ist skeptisch: "Ich bin Realist, zwischen den beiden Mannschaften gibt es einen riesigen Unterschied."

Zumal mit Lars Kaufmann (Schultereckgelenkssprengung) ein wichtiger Spieler der Schwaben weiterhin ausfällt.

Entscheidend wird die mentale Stärke der Hausherren nach dem Remis gegen Barcelona sein, wie Filip Jicha prophezeit: "Wenn wir als Sieger aus der Partie gehen wollen, müssen wir alle 100 Prozent konzentriert sein und unsere Leistung abrufen."

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