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Silvio Heinevetter spielt seit 2009 für die Berliner Füchse © getty

Die Mannheimer strecken ihre Fühler nach Berlins Torhüter aus. "Wir wissen um Silvios Klasse", sagt Manager Storm vielsagend.

Von Andreas Kloo

München - Mit seinen Paraden hat Füchse-Keeper Silvio Heinevetter nicht nur dafür gesorgt, dass die Berliner die ersten sieben Saisonspiele in der Toyota HBL gewannen.

Auch die Begehrlichkeiten anderer Klubs hat der 25-Jährige geweckt.

Die Rhein-Neckar Löwen strecken bereits ihre Fühler nach dem deutschen Nationaltorhüter aus: "Im Tor haben wir Bedarf. Wir wissen um Silvios Klasse", beantwortet Löwen-Manager Thorsten Storm in der "Sport Bild" die Frage nach dem Badener Interesse.

Szmal im Sommer weg

In der Tat brauchen die Löwen ab Sommer einen neuen Torhüter. Slawomir Szmal wird die Mannheimer am Saisonende verlassen. Der Pole hat bereits bei seinem Heimatverein KS Vive Kielce für die kommende Spielzeit unterschrieben.

Passenderweise läuft Heinevetters Vertrag in Berlin aus. Erste Gespräche über eine mögliche Verlängerung mit Manager Bob Hanning fanden laut "Berliner Kurier" zwar bereits statt.

Aber zu intensiv will sich der Keeper nicht mit seiner Zukunft beschäftigen. "Das ist derzeit kein Thema für mich", wird er in der "Sport Bild" zitiert.

"Werden um ihn kämpfen"

Entscheidend wird wohl sein, wie die Füchse am Ende der Saison abschneiden. Spiele in der Königsklasse dürften eines der entscheidendsten Argumente in Vertragsverhandlungen sein.

"Wenn Heinevetter unbedingt in der Champions League spielen und mehr Geld verdienen will, dann müssen wir das einsehen", gibt sich Hanning kleinlaut, fügt aber hinzu: "Wir werden um ihn kämpfen. Es würde mir in der Seele weh tun, wenn Silvio uns verlässt."

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Direktes Duell mit dem Interessenten

Zumindest sportlich haben es die Füchse selbst in der Hand, Heinevetter zu halten. Das nächste Liga-Spiel hat dabei richtungsweisenden Charakter. Es geht ausgerechnet gegen die Rhein-Neckar Löwen (Sonntag ab 17.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Mit einem Sieg würden die Berliner einen Konkurrenten im Kampf um die Königsklassen-Qualifikation auf Distanz halten.

Heinevetter dürfte also gleich doppelt motiviert sein. Mit einer guten Leistung kann er sein Team in der Spitzengruppe halten und gleichzeitig die Löwen weiter von seinen Künsten überzeugen.

Privates Glück in Berlin

SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar glaubt ohnehin nicht an einen Abschied der Berliner Nummer eins zum Saisonende.

"Er fühlt sich in Berlin wohl. Es müsste schon schlagende Argumente geben, damit er die Füchse verlässt", ist sich der frühere Weltklasse-Handballer, der auch gleichzeitig Heinevetters Berater ist, sicher.

Seine private Situation dürfte dabei eine nicht unwesentliche Rolle spielen. Heinevetter ist mit Schauspielerin Simone Thomalla liiert. Die Berliner Boulevard-Medien berichten bereits von Hochzeitsplänen.

Einfach wird es also nicht für die Löwen, Heinevetter nach Baden zu locken.

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