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Silvio Heinevetter wechselte 2009 vom SC Magdeburg zu den Füchsen Berlin © getty

Das Remis im Top-Spiel verleitet Bob Hanning zu einer Kampfansage. Storm bestätigt, Heinevetter sei "mehr als eine Alternative".

Von Annette Bachert

München ? Eigentlich könnten die Füchse Berlin nach dem (28:28)-Unentschieden gegen die Rhein-Neckar Löwen in der Toyota HBL zufrieden sein.

Denn für die Hauptstädter bedeutet dieses Remis vor allem, dass sie sich unter den Top-Mannschaften der Liga etabliert haben und "die Siegesserie zum Start kein Zufall war", so Füchse-Manager Bob Hanning.

Torhüter Silvio Heinevetter konnte dem Punktgewinn deutlich weniger abgewinnen: "So richtig freue ich mich grad nicht. Einen Punkt gegen die Löwen zu holen, ist positiv, aber ich denke, dass wir das bessere Team waren", sagte Heinevetter bei SPORT1, "durch Glück und Unvermögen sind die Rhein-Neckar Löwen noch mal ran gekommen".

"Wir können das nicht nur gewinnen, wir müssen das gewinnen", konkretisierte er seine Aussage.

Zwei-Minuten-Strafe kostet den Sieg

Auch Nationalmannschafts-Kollege Sven-Sören Christophersen gab zu, mit dem Ergebnis nicht zufrieden zu sein, auch wenn er die Gefühlslage postwendend relativierte: "Es spricht für uns, wenn wir traurig sind, weil wir schon den Anspruch haben gegen so eine Top-Mannschaft gewinnen zu wollen."

Die Berliner Verantwortlichen dagegen sahen den Ausgang der Partie durchweg positiv, auch wenn man eine Zwei-Tore-Führung zwei Minuten vor Schluss, wenn auch in Unterzahl, nicht verteidigen konnte.

"Das Märchen" setzt sich fort

"Wir sind sehr zufrieden mit dem Punkt. Es war mehr drin, aber man muss sagen, dass die Rhein-Neckar-Löwen eine super Mannschaft sind. Wir sind besser ins Spiel gekommen und auch in der zweiten Hälfte haben wir sehr gut gespielt und das Spiel bestimmt", so Füchse-Trainer Dagur Sigurdsson.

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Manager Bob Hanning zeigte sich zufrieden und schickte gleich noch eine Kampfansage hinterher: "Wir sind mehr als zufrieden. Wenn Theo Storm sagt, er freut sich einen Punkt in Berlin geholt zu haben, wissen wir, dass das Märchen sich fortsetzt. Das Team ist weiter unbesiegt und wir wollen die Max-Schmeling-Halle zur Festung machen. "

Storm: "Ein gerechtes Unentschieden"

Bei den Gästen aus Mannheim machte sich ebenfalls Stolz breit, auch wenn in der Defensive sicher noch Luft nach oben ist.

"Wir haben erst in der Abwehr Probleme gehabt. Ich bin dennoch zufrieden mit der Leistung", so Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson. Außerdem habe sein Team besonders in den letzten Minuten "Charakter gezeigt", nicht aufgegeben und sich den einen Zähler harterkämpft. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

"Als Mannschaft haben wir überzeugt. Das Torhüter-Duell haben wir klar verloren. Es ist unterm Strich ein gerechtes Unentschieden", bilanzierte Löwen-Manager Thorsten Storm.

Heinevetter wieder einmal in Bestform

Alles in allem sahen die 9000 Zuschauer in Berlin aber ein spannendes Spiel auf hohem Niveau, bei dem besonders der deutsche Nationalkeeper Silvio Heinvetter wieder einmal auf sich aufmerksam machte. Mit insgesamt 19 Paraden, davon drei gehaltenen Siebenmeter und einige freie Würfe, hielt er den Punkt für die Füchse fest. (Stenogramme des 9. Spieltags)

Da hatte auch Storm nur Lob für den begehrten Torhüter und bestätigte gegenüber SPORT1 das Interesse, Heinevetter für die kommende Saison verpflichten zu wollen: "Er ist ein toller Spieler, der sogar noch Luft nach oben hat. Heinevetter ist mehr als nur eine Alternative."

"Aus Geld macht man nichts"

Auch das Objekt der Begierde schloss Wechsel-Gedanken bei SPORT1 nicht aus: "Mein Vertrag läuft aus. Ich werde mir in den nächste Wochen und Monaten Gedanken machen und mit meinem Umfeld besprechen. Aber aus Geld macht man nichts, wenn man sich nicht wohl fühlt."

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