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Silvio Heinvetter gewann mit dem SC Magdeburg 2007 den EHF-Pokal © getty

Der Wechsel des Füchse-Keepers zu den Badenern scheitert wohl am Geld. Damit bleibt Silvio Heinevetters Zukunft weiter ungewiss.

Mannheim/Frankfurt - Die Spekulationen über die sportliche Zukunft von Nationalkeeper Silvio Heinevetter gehen weiter.

Der 26-Jährige von den Füchsen Berlin wird definitiv nicht zum Toyota-HBL-Konkurrenten Rhein-Neckar Löwen wechseln. Die Badener erteilten dem 44-maligen Nationalspieler eine Absage.

"Silvio ist ein toller Handballer. Wir haben mit ihm gesprochen, weil sein Vertrag in Berlin ausläuft. Aber die inhaltlichen vertraglichen Vorstellungen beider Seiten haben nicht zueinander gepasst. Wir haben ihm deshalb absagen müssen", sagte Löwen-Manager Thorsten Storm.

Damit dürfen sich die Füchse wieder Hoffnung auf den Verbleib von Heinevetter machen, obwohl mittlerweile wohl auch Pokalsieger HSV Handball kräftig um den Schlussmann mitbietet.

Szmal-Nachfolge bleibt ungeklärt

"Unser Angebot steht seit sechs Wochen - unverändert. Wir würden Silvio unheimlich gerne halten. Er ist ein wichtiger Repräsentant der Stadt und ein Gesicht für den Verein", sagte Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning.

In den vergangenen Wochen war spekuliert worden, dass Heinevetter im Sommer 2011 bei Champions-League-Teilnehmer Rhein-Neckar Löwen die Nachfolge des Polen Slawomir Szmal antreten könnte.

Der Welthandballer von 2009 kehrt nach der laufenden Spielzeit in seine Heimat zu Vive Kielce zurück.

Für einen Dreijahresvertrag bei den Löwen hätte Heinevetter angeblich 800.000 Euro kassieren sollen.

Storm-Interesse war sehr groß

Zuletzt hatte sich ein Wechsel des in dieser Saison überragenden Heinevetter abgezeichnet.

"Mein Vertrag läuft aus. Es gibt viele Optionen, und ich werde mir meine Gedanken machen und mich mit meinem Umfeld besprechen", sagte der 44-malige Nationalspieler, der mit der Schauspielerin Simone Thomalla liiert ist.

Auch Storm hatte bei SPORT1 großes Interesse an einer Verpflichtung des extrovertierten Keepers bekundet: "Er ist ein toller Spieler, der sogar noch Luft nach oben hat. Heinevetter ist mehr als nur eine Alternative."

Im Nationaltrikot spitze

Hanning hatte bereits angekündigt, Heinevetter im Fall eines Wechsels gebührend verabschieden zu wollen: "Dann werden wir Silvio mit einem Feuerwerk auf Wiedersehen sagen."

In der Nationalmannschaft ist Heinevetter, der 2009 vom SC Magdeburg zu den Füchsen gewechselt war, derzeit die Nummer eins vor dem Hamburger Torhüter Johannes Bitter. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

In den zurückliegenden EM-Qualfikationsspielen in Lettland (36:18) und gegen Österreich (26:26) hatte der 1,94 Meter große Schlussmann glänzende Leistungen gezeigt.

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