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Michael Kraus (l.) kam vor der Saison aus Lemgo zu den Hamburgern © getty

Zweiter gegen Erster in der Toyota HBL: Gastgeber HSV sieht sich unter besonderem Druck. Beiden Teams fehlen Schlüsselspieler.

Hamburg - Es ist Showtime in der Toyota HBL.

Im Gipfeltreffen zwischen Vizemeister HSV Hamburg und dem amtierenden Champion und Rekordmeister THW Kiel werden am Dienstag (20.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) die ersten Big Points im Meisterschaftskampf verteilt.

Eine Niederlage im Duell Zweiter gegen Erster - Hamburg und Kiel sind punktgleich - kann schon einen empfindlichen Rückschlag im Titelrennen bedeuten (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle).

"Es ist der absolute Showdown, auf den die ganze Handballwelt schaut", erklärt Hamburgs Spielmacher Michael Kraus bei SPORT1: "Ein Spiel mit sehr, sehr viel Bedeutung für uns."

"Wir sind einfach mal dran"

Von der mageren Bilanz gegen den Nordrivalen (zwei Siege, vier Unentschieden, zwölf Niederlagen) will man beim HSV nichts wissen. "Wir gehen mit breiter Brust in dieses Spiel", versichert Trainer Martin Schwalb.

Wobei er aber auch klarmacht: "Wir sind verdammt, unsere Heimspiele zu gewinnen."

Die Erinnerungen an die letzte Begegnung sind für die Hanseaten dabei denkbar bitter. Am drittletzten Spieltag der vergangenen Saison verlor das Schwalb-Team durch eine 31:33-Heimniederlage die Tabellenführung und schließlich auch die Meisterschale an den THW. Diesmal soll es anders laufen.

"Es wird sicher eng werden, aber wir sind einfach mal dran", sagt HSV-Sportdirektor Christian Fitzek.

Schwalb sieht keinen Zweikampf

Schwalb widerspricht derweil jedem, der das Titelrennen auf ein Duell HSV gegen THW (jeweils 20:2 Punkte) reduziert.

[kaltura id="0_87qyswbu" class="full_size" title="Pflichtsiege f r Hamburg und Kiel"]

"Ich sehe eher einen Drei- oder Vierkampf an der Spitze", sagt der 47-Jährige. Allerdings leisteten sich die zurzeit viertplatzierten Rhein-Neckar Löwen (19:5) - acht Tage nach Kiel Gegner der Hamburger - am Sonntag mit dem 31:32 bei der SG Flensburg-Handewitt einen vielleicht schon vorentscheidenden Patzer.

Und den unerwartet starken Füchsen Berlin (19:3) fehlt möglicherweise noch etwas die Erfahrung, wenn es in die entscheidende Phase geht.

Klein voller Zuversicht

Kiels schwedischer Linksaußen Henrik Lundström erwartet deshalb auch in dieser Saison einen Zweikampf um die Krone: "Am Ende sehe ich den HSV und den THW als Favoriten auf die Meisterschaft."

Sein Teamkollege Dominik Klein prognostiziert auch gleich den Ausgang des erwarteten Kopf-an-Kopf-Rennens: "Wenn du es immer geschafft hast, Meister zu werden, zweifelst du nicht daran, dass es dir auch diesmal wieder gelingt."

Selbst HSV-Nationalspieler Torsten Jansen sieht die Kieler aus dem gleichen Grund im Vorteil: "Es spielt sich einfacher mit all den Meisterschaften im Rücken."

Bangen um Zeitz und Lijewski

Kiel muss für das Schlüsselduell um Christian Zeitz bangen, der noch an seiner Bänderverletzung im Knöchel laboriert.

Hinzu kommen die Ausfälle der Langzeitverletzten Daniel Narcisse und Kim Andersson.

Den Hamburgern fehlt Pascal Hens mit einem Muskelfaserriss aus, Krzysztof Lijewski ist wegen Schulterproblemen ebenfalls fraglich.

Kraus ist von Achillessehnenbeschwerden geplagt, sein Einsatz ist allerdings sicher.

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