vergrößernverkleinern
Igor Vori (r.) spielt seine zweite Saison im Trikot des HSV Hamburg © getty

Zur Pause liegt Hamburg mit vier Treffern hinten. Elf Sekunden vor Schluss wird Lijewski zum Helden. Bitter jubelt auf SPORT1.

Hamburg - Der HSV Hamburg hat im Meisterschaftsrennen der Toyota HBL ein erstes Ausrufezeichen gesetzt.

Der Vizemeister besiegte Rekordchampion THW Kiel mit 26:25 (12:16) und übernahm mit zwei Punkten vor dem Titelverteidiger die Tabellenspitze.

Im 17. Ligaduell der beiden Nordrivalen gelang den Hanseaten dabei erst der dritte Sieg über die "Zebras". (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

Vor 13.171 Zuschauern in Hamburg nahmen die Gastgeber zugleich erfolgreich Revanche für die 31:33-Heimniederlage im Mai, die den HSV in der vergangenen Saison den Titel gekostet hatte.

Bitter: "Geiles Spiel geliefert"

In eigener Halle endete für die Hamburger auch eine Durststrecke von mehr als siebeneinhalb Jahren ohne Erfolg gegen den THW.

Matchwinner für die Gastgeber war Keeper Johannes Bitter, der in den letzten Minuten über sich hinauswuchs und eine Glanzparade nach der anderen zeigte.

"Wir haben ein geiles Spiel geliefert. Nach dem Rückstand mussten wir cool bleiben und durften nicht überpacen", so der 28-Jährige bei SPORT1.

Hart umkämpfte Partie

In der ersten Hälfte hätte der HSV die letzte Konsequenz vermissen lassen, dann aber die richtigen Schlüsse gezogen. Angesichts der Tabellenführung betonte Bitter: "Wir sollten jetzt nicht durchdrehen. Es ist noch sehr früh in der Saison." (STENOGRAMME 12. Spieltag)

Wie immer in den letzten Jahren war das Duell der beiden besten deutschen Klubmannschaften hart umkämpft. Die Gäste hatten im ersten Durchgang zumeist die Nase vorn und mussten nur beim 9:10 (19. Minute) kurzzeitig einem Rückstand hinterherlaufen.

Beim 12:16 (30.) kurz vor der Pause lagen die Kieler erstmals vier Tore in Front.

[kaltura id="0_qk5yuaor" class="full_size" title="Der HSV besiegt Titelverteidiger Kiel"]

Lijewski trifft zum Sieg

Die ersten Minuten nach dem Seitenwechsel gehörten dann den Gastgebern, die beim 15:17 (34.) wieder auf zwei Tore herankamen und in der Folgezeit dranblieben.

Erst in dieser Phase gelang es dem HSV zunehmend, den Gegner auch aus dem Rückraum mehr unter Druck zu setzen. Der Lohn war der erneute Ausgleich in der Schlussphase der Partie.

Dann kam der große Auftritt von Marcin Lijewski, der elf Sekunden vor dem Ende zum umjubelten Sieg traf. 313298(DIASHOW: Das Gigantenduell in Hamburg)

Lackovic und Jicha treffen am besten

Erfolgsgarant bei den Hamburgern war Blazenko Lackovic mit sechs Treffern und zahlreichen gelungenen Zuspielen an den Kreis.

Bester Werfer auf Seiten des amtierenden Champions-League-Siegers war wie so häufig Filip Jicha mit sieben Toren.

Die Hoffnungen der Gastgeber auf die Rückkehr ihrer seit längerem verletzten Rückraum-Asse Krzysztof Lijewski (Schulter-OP) und Pascal Hens (Muskelfaserriss) hatten sich vor der Partie indes nicht erfüllt. Beide blieben auf der Bank.

Auf der anderen Seite mussten die Kieler auf die angeschlagenen Kim Andersson, Daniel Narcisse und Christian Zeitz verzichten.

Im Stenogramm:

HSV Hamburg - THW Kiel 26:25 (12:16)

Tore: Lackovic (6), M. Lijewski (6), Kraus (4/3), Vori (3), Lindberg (2), Jansen (2), Schröder (2), B. Gille (1) für HamburgJicha (7/1), Ilic (7/3), Ahlm (5), Klein (2), Palmarsson (2), Sprenger (1), Dragicevic (1) für KielZuschauer: 13.171 (ausverkauft)

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel