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Jens Tiedtke (r.) spielt seit 2005 für den TV Großwallstadt © imago

TVG-Trainer Biegler hat das Problem seiner Spieler erkannt. Gegen Gummersbach muss die Wende her. Die Gäste reisen forsch an.

Von Marcus Giebel

München - Beim TV Großwallstadt ist derzeit Feuer unter dem Dach.

Trotz gutem Saisonstart befindet sich der siebenmalige Meister im freien Fall, nach fünf Niederlagen aus den vergangenen sechs Partien liegt das Team aus Bayern mit augeglichener Bilanz nur noch auf Rang zehn der Toyota HBL.

Und nun kommt der VfL Gummersbach zum Duell der Altmeister zum TVG nach Aschaffenburg (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Der zwölfmalige Titelträger liegt mit acht Punkten vier Zähler und drei Plätze vor den Großwallstädtern und kann mit einem weiteren Erfolg die Europapokalträume der Gastgeber schon frühzeitig beenden. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

Großwallstadt am Scheideweg

Dabei kommt die jüngste Negativserie der Mannschaft von Trainer Michael Biegler gar nicht so überraschend.

Denn verloren hat die TVG in den vergangenen Wochen ausschließlich gegen die Spitzenteams aus Berlin, Flensburg, Kiel, Mannheim und Hamburg.

Doch besonders das dürftige 26:24 zum Auftakt des EHF-Cup gegen den isländischen Vertreter Haukar Hafnarfjördur lässt in Großwallstadt die Alarmglocken schrillen.

Biegler: "Schlechter geht es nicht"

"Ich denke, dass sich die Mannschaft nicht noch einmal solch ein Spiel erlaubt. Wir können uns ein frühes Scheitern auch imagemäßig nicht erlauben", kritisierte der Aufsichtsratsvorsitzende Georg Ballmann.

Trainer Michael Biegler ging mit seinen Akteuren hart ins Gericht: "Ich hoffe, dass einigen ein Licht aufgeht. Schlechter können wir uns nicht präsentierten."

Der Stachel der jüngsten Negativerlebnisse saß sogar so tief, dass er wutschnaubend hinterherschickte: "Zuhören ist offenbar nicht so ihre Sache.?

Einsatz von Kneer noch offen

Nun soll das Heimspiel gegen Gummersbach die Wende zum Guten bringen. Doch Teammanager Uli Wolf warnt: "Diese Begegnung wird alles andere als einfach."

Zumal die TVG mit Personalproblemen zu kämpfen hat. Der Einsatz von Nationalspieler Stefan Kneer ist nach einem Bandscheibenvorfall fraglich, Csaba Szücs agierte bei seiner Rückkehr gegen die Isländer nach Verletzungspause nur in der Abwehr.

Oliver Köhrmann, Jens Tiedtke und Mattias Andersson sind nach Blessuren ebenfalls erst wieder ins Team gerückt. Wobei der schwedische Torwart neben dem zehnfachen Torschützen Michael Spatz gegen Hafnarfjördur zu den Matchwinnern zählte.

VfL im direkten Duell vorn

Die Bilanz spricht vor dem Spiel dennoch klar für Gummersbach. 30 der 62 Vergleiche hat der VfL für sich entschieden, lediglich 23mal ging der TVG als Sieger vom Platz.

In der Vorsaison hatte Gummersbach beide Male das bessere Ende für sich. Auswärts siegte die Mannschaft von Sead Hasanefendic 26:25, in heimischer Halle mit 28:27.

So demonstriert der Trainer vor dem Aufeinandertreffen auch eine breite Brust: "Wir fahren mit einer klaren Aufgabe dorthin. Wir wollen gewinnen."

Hasanefendic: "Auf einem Level mit uns"

Der Kroate weiß den Konkurrenten aber richtig einzuschätzen: "Sie sind von der Leistungsstärke her auf einem Level mit uns ist."

Die Hoffnungen ruhen vor allem auf Adrian Pfahl, Christoph Schindler und Drago Vukovic. Das Trio war hauptverantwortlich für die letztlich erfolglose Aufholjagd beim 28:29 gegen die SG Flensburg-Handewitt am vergangenen Mittwoch.

Das Spiel ist längst abgehakt. Nun soll es mit einem Erfolg beim ewigen Rivalen wieder vorwärts gehen.

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