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Seit August 2010 ist Gudmundur Gudmundsson (r.) Trainer bei den Löwen © getty

Nach der Niederlage in Hamburg verlieren die Löwen den Anschluss. Eine Chance zur Rehabilitation bietet die Königsklasse.

Von Barnabas Szöcs

München ? Karol Bielecki hätte mit seinem letzten Wurf die Niederlage in Hamburg verhindern können.

Wenige Sekunden vor dem Ende schmetterte der Löwen-Rückraumspieler den Ball nach einem Freiwurf über das Gehäuse von HSV-Torwart Johannes Bitter.

Die knappe 31:32(16:13)-Niederlage der Löwen war besiegelt. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

"Wir haben sehr gut gespielt und waren lange die bessere Mannschaft. Aber unterm Strich waren die Tage für uns im Norden nicht erfolgreich und wir fahren mit leeren Händen nach Hause", resümierte der niedergeschlagene Löwen-Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Die von Gudmundsson angesprochene Dominanz der Gäste in der ersten Hälfte wäre sogar noch eindeutiger gewesen, wenn die Löwen ihre zahlreichen Chancen vor dem Tor konsequenter genutzt hätten.

Löwen verlieren den Anschluss

Die Hamburger fanden überhaupt nicht in die Partie, fütterten die Gäste mit Ballverlusten und unnötigen Fehlern, was auch den Drei-Tore-Vorsprung der Löwen zur Halbzeit erklärte.

Doch am Ende sollte es wieder eine bittere Pleite für die Rhein-Neckar Löwen geben.

Bereits am 11. Spieltag mussten die Löwen gegen den SG Flensburg-Handewitt eine knappe Niederlage wegstecken.

Durch ihre dritte Saisonklatsche haben die Badener den Anschluss zum Top-Trio HSV Hamburg, Füchse Berlin und THW Kiel verloren.

HSV verteidigt Tabellenführung

Trotz der erfolgreichen Verteidigung von Platz eins war HSV-Trainer Martin Schwalb mit dem Sieg nicht zufrieden: "Wir dürfen uns nicht blenden lassen, denn wir haben die Bälle leichtfertig weggegeben."

[kaltura id="0_6ywugjfn" class="full_size" title="Analyse: HSV schlägt die Löwen"]

Während seine Mannschaft den zwölften Sieg im 13. Spiel mit den Fans feierte, traf Schwalb bereits auf die Euphoriebremse.

"Wir hatten wieder große Anlaufschwierigkeiten, damit kann ich nicht zufrieden sein", analysierte er das Spiel bei SPORT1.

Vielleicht war es ja der Hamburger Hallensprecher, der die Hanseaten in der Halbzeitpause zur Besinnung brachte und doch noch den Sieg herbeiführte.

Auch Kiel dreht das Spiel

Nachdem der 11:15-Pausenrückstand des THW Kiel gegen den SC Magdeburg per Durchsage durch die O2-World rauschte, legte der Tabellenführer einen 6:1-Lauf hin und drehte so die Partie.

Im ausgelassenen Jubel der Hamburger ging der 25:22 (11:15)-Sieg der Kieler unter, die ebenfalls das Spiel drehten und damit weiter am HSV und den Füchsen aus Berlin dranbleiben. (STENOGRAMME 13. Spieltag)

Die Löwen hingegen liegen als Fünfter der Tabelle nun schon ein Stück dahinter.

Eine Chance zur Rehabilitierung haben die Badener bereits am Freitag, wenn in der Champions League der THW Kiel zu Gast ist (Fr., ab 19.15 Uhr LIVESCORES).

Mit einem Sieg könnten die zweitplatzierten Löwen in der Gruppe A mit dem Tabellenführer aus Kiel gleichziehen.

Bis dahin muss Gudmundsson seine Mannschaft wieder aufbauen, sonst droht das nächste norddeutsche Trauma: "Das wird sicherlich nicht einfach, aber da müssen wir durch."

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