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Heiner Brand ist seit 1997 Trainer der deutschen Nationalmannschaft © getty

Der Bundestrainer lässt erneut Dampf ab und kritisiert die Liga scharf. Die Liga sei nicht homogen. Für die WM stapelt er tief.

München - Gut sechs Wochen vor Beginn der Weltmeisterschaft in Schweden (13. bis 30. Januar) hat Bundestrainer Heiner Brand erneut seinen Unmut geäußert und dabei mächtig Dampf abgelassen.

"Teilen der Liga geht es nicht um das Wohl des Handballs. Die Liga ist ja in sich gar nicht homogen und alles andere als eine Solidargemeinschaft oder gar Einheit", sagte Brand in einem Interview mit dem "Kicker" und dem Online-Portal "handballworld".

In der HBL seien Grabenkämpfe um Macht und Posten an der Tagesordnung.

Der von HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann geäußerten Kritik an der Vermarktung der Nationalmannschaft entgegnete der 58-Jährige: "Der DHB hat in Sportfive einen etbalierten, renommierten Vermarkter. Frank Bohmann soll sich um seine Baustellen kümmern."

Magenschmerzen bei Brand

Darüber hinaus habe Brand fast jeden Morgen Magenschmerzen, wenn er die Zeitung lese und sehe, dass wieder aus reinem Eigeninteresse einseitig etwas gefordert werde.

Die von der Ligaspitze diskutierte Einführung von Profi-Schiedsrichtern sei wegen der Finanzsituation einiger Klubs ein "Hirngespinst".

Im Hinblick auf die anstehende WM mache es keinen Sinn das Halbfinale oder Finale als fixes Ziel auszugeben.

Brand optimistisch

Trotzdem gehe er positiv gestimmt in das Turnier. Die Mannschaft sei "erfolgsorientiert" und könne "überraschen".

Mit Blick auf die direkte Olympia-Qualifikation sollte man laut Brand schon unter die ersten sieben kommen.

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