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Filip Jicha wurde zu Tschechiens Handballer des Jahres 2007, 2008 und 2009 gewählt © imago

Vorm dritten Duell gegen die Löwen warnt THW-Profi Dominik Klein vor einer Pleite. Filip Jicha kritisiert den Spielplan.

Von Andreas Kloo

München - Bei den großen Kinofilmen ist meist der erste Teil der beste. Die Fortsetzungen halten nicht immer ganz mit.

Dem THW Kiel könnte es bei seiner Löwen-Trilogie ähnlich ergehen. Das erste Duell in der Champions League entschieden die Norddeutschen mit 30:27 für sich. Im Rückspiel erkämpfte sich der Rekordmeister mit Müh und Not ein 30:30.

Der Trend spricht also vor dem Bundesliga-Duell (20.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) gegen den THW. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle).

"An einen solchen Trend glauben wir nicht. Wir gehen voll konzentriert an die Aufgabe heran und wollen die zwei Punkte einfahren", gibt sich Kiels Linksaußen Dominik Klein bei SPORT1 hochmotiviert.

Klein: Verlieren verboten

Für Klein ist es das wichtigste Spiel des Dreierpacks.

"Da dürfen wir eigentlich nicht verlieren, sonst wird der Rückstand in der Bundesliga zu groß", warnt er. "Deshalb müssen wir mit unserem verbliebenen Personal Vollgas geben."

Bei einer Pleite in Mannheim und einem gleichzeitigen Sieg des HSV in Gummersbach (ab 18.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) würde der Rückstand des Titelverteidigers auf die Hamburger auf vier Punkte anwachsen.

Jicha fordert 60 Minuten Top-Leistung

Kleins Teamkollege Filip Jicha will die Bedeutung des Spiels bei SPORT1 nicht ganz so hoch hängen: "Man kann nie sagen, wenn man dieses oder jenes Spiel verliert, dann ist die Meisterschaft entschieden."(STENOGRAMME 13. Spieltag).

Er erinnert vor allem an die starken ersten 50 Minuten in der ersten Partie gegen die Löwen: "Wenn wir es schaffen, das über die vollen 60 Minuten abzurufen, dann wird das eine starke Leistung von uns sein und wir werden das Spiel gewinnen."

Mammut-Programm erzürnt Jicha

Dass es allerdings schon wieder gegen die Löwen geht, findet er nicht so glücklich: "Für den Handballsport ist es nicht so toll, wenn dreimal kurz hintereinander die selben Teams aufeinander treffen."

Den Tschechen stört vor allem die kurze Pause nach der Bundesligapartie in der letzten Woche gegen Magdeburg. "Wir haben am Mittwoch gegen Magdeburg gespielt, mussten am nächsten Tag sofort zu den Löwen reisen und standen dann am Freitag wieder auf dem Feld. Das geht eigentlich gar nicht", wettert Jicha.

Er fügt noch hinzu: "Da hat jemand beim Spielplanbau gepennt."

Sprenger-Einsatz fraglich

In der Tat gehören die Kieler zu den Opfern des Mammut-Programms.

Zu den Langzeitverletzten Kim Andersson und Daniel Narcisse gesellte sich am Freitag nun auch noch Kapitän Marcus Ahlm mit einem Mittelhandbruch hinzu.

Christian Sprengers Einsatz gegen die Löwen ist noch fraglich. Christian Zeitz ist nach seinem Außenbandriss ebenfalls noch nicht wieder topfit.

THW will nicht jammern

Klein will dennoch nicht lamentieren: "Es bringt nichts zu jammern. Dadurch verschwendet man unnötig Energie, die man für die Spiele braucht."

Auch Jicha sagt: "Die sieben Leute, die auf dem Feld stehen, können dennoch Weltklasse-Handball zeigen".

Schwere Aufgabe für HSV

Den wird der THW wohl auch brauchen, um mit dem HSV Schritt halten zu können. Wobei die Hamburger zuletzt in der Champions League beim 26:26 im slowakischen Presov schwächelten.

Und die Aufgabe für die Hanseaten in Gummersbach hat es in sich.

Der VfL holte sich mit zwei Kantersiegen gegen KH Famiglia aus dem Kosovo ordentlich Selbstvertrauen.

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