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Milutin Dragicevic (m.) kam in diesem Jahr aus Silkeborg zum THW © imago

Der THW verliert im Duell mit den Löwen den Anschluss an die Spitze und einen weiteren Star. Hamburg siegt und bleibt oben.

München - Die Rhein-Neckar Löwen haben im dritten Duell mit dem deutschen Meister THW Kiel innerhalb von elf Tagen ihren ersten Sieg gefeiert.

Dank eines 29:26 (15:14) in Mannheim rückten die Löwen in der Toyota HBL vom fünften auf den vierten Platz vor, die Zebras verloren hingegen mit jetzt 22 Punkten den Anschluss an Tabellenführer HSV Hamburg und belegen weiterhin den dritten Rang.

Der HSV setzte sich 33:29 (14:15) beim VfL Gummersbach durchgesetzt und bleibt mit 26 Punkten aus 14 Spielen an der Spitze. (STENOGRAMME 14. Spieltag)

Gummersbach belegt mit 17 Punkten Platz sieben.

Jicha fällt aus

Nach einer Niederlage (27:30) und einem Unentschieden (30:30) in der Champions League behielten die Löwen in der mit 11.744 Zuschauern besetzten SAP Arena verdient die Oberhand.

Der Rekordmeister verlor nicht nur das Spiel, sondern auch Filip Jicha, der am Morgen einen Hexenschuss erlitten hatte. Manager Uli Derad war entsprechend enttäuscht.

"Wir haben in der ersten Hälfte noch gut mitgespielt, im zweiten Durchgang haben wir zu viele Möglichkeiten ausgelassen", sagte Uli Derad gegenüber SPORT1.

Szmal ragt heraus

Patrick Groetzki traf siebenmal ins Kieler Tor des französischen Weltklassekeepers Thierry Omeyer. Milutin Dragicevic war mit acht Treffern erfolgreichster Werfer des Rekordmeisters.

Der Löwen-Torhüter Slawomir Szmal machte eine überragende Partie.

"Der Sieg gegen Kiel bedeutet uns unglaublich viel. Wir haben eine gute Leistung geboten und sind belohnt worden", sagte Szmal.

Umstellung bringt Erfolg

In Gummersbach hatte der HSV im ersten Durchgang noch erhebliche Probleme mit den gut organisierten Gastgebern und lag zur Pause mit 14:15 zurück. (DATENCENTER: Ergebnisse Tabelle)

Nach dem Wechsel drehte der DHB-Pokal-Sieger auf und fuhr am Ende dank seiner größeren Kraftreserven einen knappen, aber verdienten Erfolg ein. Eine taktische Umstellung von HSV-Trainer Schwalb machte im zweiten Durchgang den Erfolg.

Schwalb brachte Pascal Hens und Blazenko Lackovic gemeinsam im Rückraum. Damit waren die Gastgeber überfordert und konnten gegen Ende nicht mehr mithalten.

Bester HSV-Werfer war der dänische Nationalspieler Hans Lindberg mit acht Toren. Aufseiten des VfL war Rückraumspieler Adrian Pfahl (9) am treffsichersten.

Melsungen siegt

Ebenfalls erfolgreich war MT Melsungen mit 30:26 (14:12) bei HBW Balingen-Weilstetten.

Durch den dritten Saisonsieg (6 Punkte) rückte das Team von Trainer Michael Roth vom letzten auf den 15. Platz vor. Balingen-Weilstetten bleibt mit elf Punkten Tabellenelfter.

Für Balingen steuerte der griechische Nationalspieler Savas Karipidis acht Treffer zum wichtigen Erfolg bei. Für Balingen-Weilstetten war Benjamin Herth zehnmal erfolgreich.

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