vergrößernverkleinern
Goran Stojanovic unterschrieb einen Dreijahresvertrag bei den Rhein-Neckar Löwen © getty

VfL-Keeper Goran Stojanovic spricht über das Spiel gegen die Löwen, seinen Wechsel und das letzte große Ziel mit Gummersbach.

Von Olaf Mehlhose

München - Es ist kein Spiel wie jedes andere.

Wenn der VfL Gummersbach am Sonntag (ab 17.30 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) bei den Rhein-Neckar Löwen antritt, ist es für Goran Stojanovic eine ganz besondere Partie. 126233(DIASHOW: Toyota-HBL-Wechselbörse)

Wie in den vergangenen Tagen bekannt wurde, wechselt der 33-jährige Keeper des VfL Gummersbach mit Beginn der kommenden Saison zum badischen Team unter Trainer Gudmundur Gudmundsson.

Dort soll Stojanovic die Nachfolge von Welthandballer Slawomir Szmal antreten, der zu Vive Kielce in seine polnische Heimat zurückkehrt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Im Interview mit SPORT1 spricht Stojanovic über das Spiel gegen die Löwen, die Gründe für seinen Wechsel und sein letztes großes Ziel mit Gummersbach.

SPORT1: Am Sonntag treffen Sie mit dem VfL Gummersbach auf die Rhein-Neckar Löwen, ihren zukünftigen Arbeitgeber. Wird Sie das im Spiel beeinträchtigen?

Goran Stojanovic: Ich bin gespannt auf die Partie. Ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben, damit wir gewinnen.

SPORT1: In der Tabelle liegen die Löwen zwei Plätze vor Ihnen. Was rechnen Sie sich in Mannheim aus?

Stojanovic: Das wird eine sehr schwierige Aufgabe, die Löwen sind sicherlich favorisiert. Aber wir haben nichts zu verlieren. Wenn wir unsere beste Leistung abrufen, kann uns eine Überraschung gelingen. Unser Trainer (Sead Hasanefendic, d. Redaktion) wird sich schon etwas einfallen lassen.

SPORT1: Welchen Spieler fürchten sie als Torwart am meisten?

Stojanovic: Ganz klar Karol Bielecki. Totz seiner Verletzung ist er sehr gefährlich. Er wirft sehr hart und sehr präzise. Dass er auf einem Auge blind ist, ist ihm überhaupt nicht anzumerken.

SPORT1: Was ist in dieser Saison mit dem VfL noch möglich?

Stojanovic: Genauso wie im letzten Jahr ist es unser Ziel, unter die ersten Zehn zu kommen. Im Pokal sind wir leider schon ausgeschieden, aber wir werden alles dafür tun, um den Titel im Europapokal zu verteidigen.

SPORT1: Sie standen fünf Jahre bei Gummersbach im Tor. Wie schwer fällt Ihnen der Abschied?

Stojanovic: Es tut mir auf jeden Fall weh, den VfL zu verlassen. Ich habe in Gummersbach viele Freunde und habe mich hier immer sehr wohl gefühlt. Aber der Wechsel zu den Löwen ist für mich der nächste Karriereschritt. Es ist eine große Herausforderung für mich, Welthandballer Slawomir Szmal im Tor zu ersetzen - auch wenn es nicht leicht wird.

SPORT1: Vor einem Jahr haben Sie Ihren Vertrag in Gummersbach bei reduziertem Gehalt um ein Jahr verlängert. Hat die finanzielle Seite eine große Rolle bei Ihrer Entscheidung gespielt?

Stojanovic: Natürlich habe ich das Finanzielle bei meiner Entscheidung berücksichtigt, aber das war nicht der einzige Beweggrund. Für mich war vor allem die sportliche Perspektive wichtig. Die Löwen sind eine Top-Adresse für jeden Handballer. Ich glaube, dass ich mit der Mannschaft in den nächsten Jahren viel erreichen kann. Die Aussicht, um die Deutsche Meisterschaft mitzuspielen, war am Ende ausschlaggebend.

SPORT1: Nach der Entlassung des Trainergespanns Ola Lindgren und Kent-Harry Andersson wurde Gudmundur Gudmundsson als Trainer bei den Löwen installiert. Was erwarten Sie sich von der Zusammenarbeit?

Stojanovic: Ich weiß noch nicht viel von ihm, außer dass er isländischer Nationaltrainer ist. Er hat aber als Trainer schon viel erreicht, und ich habe bereits viel Gutes von ihm gehört.

SPORT1: Ihr Wechsel wurde zunächst vermeldet, dann aber wieder dementiert und schließlich von beiden Klubs bestätigt. Wie kam es zu dem Hickhack?

Stojanovic: Zuerst waren es nur die Spekulationen einiger Medien, zu diesem Zeitpunkt war noch nichts fix. Erst als die Vereine den Transfer bekanntgegeben haben, stand es hundertprozentig fest, dass ich zu den Löwen gehe.

SPORT1: Die Löwen gelten als sehr ambitionierter Klub, jagen aber noch immer einem Titel hinterher. Werden Sie ihnen dazu verhelfen?

Stojanovic: Ich kann es natürlich nicht versprechen, es hängt ja auch immer von der gesamten Mannschaft ab. Ich werde aber versuchen, meinen Teil zum Erfolg beizutragen.

SPORT1: Sie haben bis 2014 bei den Löwen unterschrieben. Welche Ziele haben Sie sich gesteckt?

Stojanovic: Ich will Deutscher Meister werden und wenn möglich die Champions League gewinnen.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel