vergrößernverkleinern
Hans Lindberg war gegen Lemgo mit elf Treffern bester Werfer des HSV © imago

Jogi Bitter sichert in der Schlußphase mit starken Paraden den Sieg in Lemgo. Kiel strauchelt zu Hause und lässt Hamburg jubeln.

München - Vizemeister HSV Hamburg hat auf dem Weg zum Gewinn der ersten Deutschen Meisterschaft das erste Etappenziel erreicht und Titelverteidiger THW Kiel noch weiter abgehängt.

Der Mannschaft von Trainer Martin Schwalb ist nach einem 29:27 (18:13)-Erfolg bei Ex-Meister TBV Lemgo die Herbstmeisterschaft der Toyota HBL bereits einen Spieltag vor Ende der Hinrunde nicht mehr zu nehmen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Der große Nordrivale aus Kiel kam gegen den VfL Gummersbach nicht über ein 26:26 (13:13) hinaus und hat bereits fünf Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter. (STENOGRAMM: Der 16. Spieltag)

15. HSV-Sieg in Serie

Nach dem 15. Sieg in Serie führt der HSV die Liga mit 30:2 Punkten vor dem Überraschungsteam Füchse Berlin (25:5) an. Die Berliner gewannen am Sonntagabend bei der HSG Wetzlar souverän mit 28:19 (16:10).

"Es ist viel wert, in Lemgo zu gewinnen. Wenn Kiel Punkte abgibt, ist das für uns natürlich schön. Wir werden aber den Ball flach halten", sagte Nationaltorhüter Johannes Bitter bei SPORT1.

"Wenn man mit neun Toren auswärts führt und alles läuft, dann lässt man auch mal nach. Das darf uns eigentlich nicht passieren", fügte Pascal Hens hinzu.

Vier Tage nach dem Pokal-Aus im Achtelfinale in Berlin präsentierten sich die Hamburger zunächst gut erholt und dominierten von Beginn an die Begegnung.

Lemgo schlägt zurück - Bitter als Sieggarant

Bis zur 42. Minute hatten die Gäste einen 25:16-Vorsprung herausgeworfen. Doch Lemgo kam zurück und verkürzte in der 54. Minute auf 26:27.

Bitter rettete mit zahlreichen guten Paraden in der Schlussphase den Sieg. Doch auch sein Gegenüber Karsten Lichtlein überragte im Lemgoer Tor, konnte die Niederlage aber nicht verhindern.

"Hamburg hat gewankt, ist aber nicht gefallen"

"In der ersten Hälfte haben wir Hamburg zu leichten Toren eingeladen, dazu auch viele Fehler im Angriff gemacht. Im zweiten Abschnitt haben wir dann viel konzentrierter gespielt und auch unsere Chancen genutzt", sagte der Schlussmann SPORT1, bedauerte aber gleichzeitig: "Hamburg hat gewankt, aber ist leider nicht gefallen"

Bester Werfer des HSV war der dänische Rechtsaußen Hans Lindberg mit elf Treffern.

Kiel lässt in letzter Sekunde Punkte liegen

In Kiel erleben die Zuschauer ein Wechselbad der Gefühle. Sieben Sekunden vor dem Ende sorgte Robert Arrhenius für das 26:25, doch in der letzten Sekunde sorgte Christoph Schindler für den verdienten Ausgleich der Gummersbacher.

Die Rhein-Neckar Löwen (25:7) bleiben nach einem 30:26 (17:10) bei Aufsteiger TSG Ludwigshafen-Friesenheim in der Spitzengruppe. Nationalspieler Uwe Gensheimer war mit zehn Treffern bester Werfer seines Teams.

Schritt halten konnte auch Altmeister Frisch Auf Göppingen, das durch ein 25:21 (12:9) gegen die SG Flensburg-Handewitt weiterhin nur einen Punkt hinter den Löwen liegt. Der TV Großwallstadt gewann mit 27:23 (10:16) bei HBW Balingen-Weilstetten und festigte seinen Platz im Mittelfeld.

[kaltura id="0_c96xjost" class="full_size" title="HSV siegt in Lemgo"]

Pflichtsieg für Magdeburg - Hoffnung für Kellerkind Hannover

Einen Pflichtsieg feierte derweil der SC Magdeburg beim 34:24 (16:10) über den Tabellenletzten DHC Rheinland.

Im Tabellenkeller verbesserte sich TSV Hannover-Burgdorf durch einen 29:26 (12:14)-Heimerfolg über TuS N-Lübbecke auf Rang 16.

Der MT Melsungen sicherte sich im Auswärtsspiel bei der HSG Ahlen-Hamm nach einem 33: 33 (17:16) zumindest einen Zähler.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel