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Florian Kehrmann spielt seit 1999 für den TBV Lemgo © getty

Kehrmann will mit dem TBV Lemgo gegen die Löwen an die starke HSV-Partie anknüpfen. Magdeburg steht in Berlin unter Zugzwang.

Von Björn Seitner

München - Das eine Spitzenspiel noch in den Knochen, da steht das nächste schon vor der Tür.

Nach der knappen 27:29-Niederlage gegen Toyota-HBL-Spitzenreiter Hamburg gastiert der TBV Lemgo nur 52 Stunden später bereits bei den Rhein-Neckar Löwen (ab 18.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Der HSV hat das Team von Volker Mudrow zwar "in der ersten Halbzeit dominiert, doch wir haben uns zurückgekämpft und sind noch auf ein Tor rangekommen", sagt TBV-Rechtsaußen Florian Kehrmann gegenüber SPORT1.

Dass man am Ende ohne Punkt dasteht, sei enttäuschend, doch aufgrund der ansteigenden Formkurve, fühlt man sich in Lemgo für den nächsten Kracher am 17. Spieltag bereit.

"Weniger Fehler machen"

"Wir haben Flensburg geschlagen, einen Punkt gegen Großwallstadt geholt und auch gegen den HSV ordentlich gespielt", weiß Kehrmann: "Motiviert sind wir auf jeden Fall."

Um dem dem nächsen großen Favoriten ein Bein zu stellen, müsse der Tabellenzehnte vor allem in der Offensive "weniger Fehler machen".

Leichter gesagt als getan, denn bei den Löwen steht ein erfahrener Mann zwischen den Pfosten.

Hoffnung auf Sigurdsson

Henning Fritz wurde nach 235 Spielen für die Nationalmannschaft von Bundestrainer Heiner Brand vor kurzem auch in das WM-Aufgebot für Schweden (13. bis 30. Januar) berufen.

Zurückgekehrt ist bei den Badenern auch Spielführer Gudjon Sigurdsson, was vor allem Nationalspieler Uwe Gensheimer beruhigt.

"Für die gesamte Mannschaft ist es wichtig, dass der Kapitän wieder an Bord ist. Auch für mich persönlich ist es ein Vorteil, denn die Belastung für den Körper war zuvor schon sehr groß", so der Linksaußen der Löwen, der sich bisher die Spielzeit mit dem Isländer teilte.

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Löwen mit Rückenwind

Die Rhein-Neckar Löwen könnten nach drei Siegen in Serie "mit Rückenwind" in die Partie gehen, urteilt Gensheimer.

Den THW Kiel besiegte das Team von Coach Gudmundur Gudmundsson mit 29:26 - "gut für den Verein", so der Löwen-Profi.

"Jeder hat gesehen, dass wir mit den Großen nicht nur mithalten, sondern sie auch schlagen können", so der 24-Jährige selbstbewusst. Gleichwohl dürfe Lemgo keinesfalls unterschätzt werden. Lemgo sei wie eine Wundertüte: "Man weiß nie, was am Ende herauskommt. Es wir mit Sicherheit keine einfache Aufgabe."

Glandorf fällt weiter aus

Der "Wundertüte" fehlt einer besonders: Holger Glandorf.

Lemgos rechter Rückraumspieler musste sich einer Operation am Innenmeniskus des linken Knies unterziehen und fällt weiterhin aus.

Für Kehrmann steht fest, dass man sich damit abfinden müsse: "Wir spielen mit dem Kader, den wir haben und versuchen damit unsere Leistung zu bringen." Der Weltmeister von 2007 will jedenfalls "dort anknüpfen, wo wir gegen den HSV aufgehört haben".

Das ist für den 33-Jährigen vor allem der Kampf: "Die letzten 20 Minuten gegen Hamburg haben wir bedingungslos gekämpft. Wenn wir gut decken, ist alles möglich."

Damit sie diesmal nicht wieder mit leeren Händen dastünden, müssten die Ostwestfalen "die minimale Chance nutzen", die sie gegen die Löwen bekämen, so Kehrmann

Berlin will dranbleiben

Zum Auftakt des 17. Spieltags spielen die Füchse Berlin gegen den SC Magdeburg (Di., ab 20.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Berlin will gegen den Tabellensiebten den Anschluss an die Hamburger nicht verlieren und den 14. Saisonsieg einfahren.

Der SCM steht im Kampf um die Europapokalplätze dagegen schon unter Zugzwang - bereits fünf Punkte ist man von Rang fünf, der zur sicheren Teilnahme am Europapokal berechtigt, entfernt.

Fragezeichen hinter Heinevetter

Ob Füchse-Keeper Silvio Heinevetter gegen seinen Ex-Verein antreten kann ist noch offen. Der Nationaltorwart hat Grippe.

Auch hinter den Einsätzen von Sven Sören Christophersen, Alexander Petersson, Bartlomiej Jaszka und Johannes Sellin stehen Fragezeichen.

"Bis zum Jahresende dürfen wir keine Punkte mehr abgegeben, wenn wir in der Rückrunde die Chance haben wollen, um die internationalen Plätze mitzuspielen", gibt Füchse Geschäftsführer Bob Hanning als Ziel aus.

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