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Igor Vori (M.) und der HSv kassierten gegen Göppingen die einzige Saisonpleite © imago

Die HSV-Spieler kritisieren die Ansetzung der Partie gegen Göppingen. Die Erinnerungen an den Gegner sind alles andere als gut.

Von Andreas Kloo

München - Mittags die Weihnachtsgans verspeisen und am Abend dann zum Handball in die O2-World.

Für die Fans ist der Rückrunden-Auftakt zwischen dem HSV und FrischAuf Göppingen (ab 18.55 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) ein willkommenes Feiertagsvergnügen.

Die Karten finden reißenden Absatz. 10.200 Tickets sind schon verkauft.

Die Spieler dagegen sind weniger begeistert über die Ansetzung der Partie am ersten Weihnachtsfeiertag.

"Das ist respektlos"

"Für mich als Pole ist das der heiligste Tag des Jahres, den möchte ich lieber mit meiner Familie verbringen", macht Marcin Lijewski in der "Hamburger Morgenpost" aus seiner Unlust keinen Hehl.

Bertrand Gille geht sogar noch einen Schritt weiter und wettert gegen die Toyota-HBL : "Uns am 25. Dezember spielen zu lassen, ist respektlos. Das ist ein ziemlich starkes Zeichen der Funktionäre, dass sie in uns Spielern nichts anderes sehen als Kanonenfutter."

Dennoch fassen sich die Hanseaten auch an die eigene Nase und geben zu in den letzten Spielen nicht immer überzeugt zu haben, insbesondere bei der Pokal-Pleite in Berlin.

Kraus warnt vor Überheblichkeit

"Wir spielen 40 Minuten gut und plötzlich kommt ein Bruch in unser Spiel", beschreibt Michael Kraus bei SPORT1 das Phänomen, das auch beim nappen Erfolg beim TBV Lemgo zu beobachten war.

Der Mittelmann warnt angesichts dieser Schwächen davor, nicht abzuheben - trotz der fünf Punkte Vorsprung auf den THW Kiel: "Wir dürfen uns jetzt nicht zu sehr mit den ganzen Lobeshymnen befassen."(DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

[kaltura id="0_c96xjost" class="full_size" title="Kiel besiegt L bbecke"]

Überraschende Hinspiel-Pleite

Zumal mit Kraus Ex-Klub der Angstgegner der aktuellen Saison beim Herbstmeister gastiert. Gleich beim ersten Saisonauftritt ging die Schwalb-Truppe mit 30:32 baden.

"Wir wurden von den Schiedsrichtern verarscht", erinnert sich Lijewski an die Pleite.

Dazu kommt, dass die Schwaben derzeit einen Lauf haben. Seit neun Spielen ist das Team ungeschlagen.

Göppingen fühlt sich als Außenseiter

"Trotz unserer gegenwärtigen Serie und unseres Heimsieges gegen den HSV am ersten Spieltag sind wir nur Außenseiter. Aber wir haben eine kleine Chance, die wir nutzen wollen", bleibt Geschäftsführer Gerd Hofele aber auf dem Boden.

Für die Göppinger fallen die Weihnachtsfeierlichkeiten sogar noch kürzer aus. Schon um acht Uhr Morgens brechen die Schwaben gen Hamburg auf. Personell kann der Tabellenfünfte aus dem Vollen schöpfen.

Die Hamburger bangen dagegen um den Einsatz von Guillaume Gille, den Sprunggelenksprobleme plagen.

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