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Andreas Rudolph wurde 2005 zum Präsiden- ten des HSV Hamburg gewählt © imago

Andreas Rudolph erklärt bei SPORT1, warum der Sportliche Leiter gehen muss und unter welchen Umständen Keeper Beutler kommt.

Von Annette Bachert

München - Nur einen Tag nach Weihnachten gab es beim HSV Hamburg einiges zu verkünden:

Der Vertrag des Sportlichen Leiters Christian Fitzek wird nicht verlängert, mit Flensburg-Profi Oscar Carlen zur nächsten Saison ein hochkarätiger Neuzugang präsentiert.

Obwohl man in Hamburg mit Fitzeks Arbeit "sehr zufrieden war", wie HSV-Präsident Rudolph bei SPORT1 betont, sind die finanziellen Mittel angeblich nicht mehr so üppig. Deshalb sei die einst für Fitzek geschaffene Stelle wieder gestrichen worden: "Wir müssen sehen, dass wir Geld sparen."

Das eine Kündigung an Weihnachten kein gutes Bild abgibt, findet Rudolph nicht. Der Verein habe eine automatische Vertragsverlängerung nach dem 31.12. verhindern wollen: "Da bleibt einem nichts anderes übrig, als sich an die Verträge zu halten."

"Positive Verhandlungen"

Fitzek gab sich unterdessen im "Hamburger Abendblatt" tapfer: "Ich bin natürlich enttäuscht, werde aber den Job jetzt bis zum Saisonende weitermachen."

Wahrscheinlicher Hintergrund der Trennung: Cheftrainer Martin Schwalb wird bekanntermaßen in der kommenden Saison ins Management wechseln und damit wohl einige von Fitzeks derzeitigen Aufgaben übernehmen. Dazu wollte sich Rudolph nicht äußern.

Andere Zuständigkeiten Fitzeks gehen dann wohl an den neuen Trainer - der, so wie es aussieht, Per Carlen heißen wird. Rudolph bestätigte "positive Verhandlungen", die allerdings noch nicht abgeschlossen seien. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Beutler und Carlen - zusammen oder gar nicht?

Der Schwede wurde im November von seinem Chef-Trainer-Posten bei der SG Flensburg-Handewitt beurlaubt - als das Gerücht über einen angeblich feststehenden Wechsel nach Hamburg schon in der Welt war. Angeblich erfolgte die Trennung im beiderseitigem Einvernehmen, Gründe wurden aber nie genannt.

Auch die Gespräche mit dem Flensburger Keeper Dan Beutler laufen offenbar gut. Doch habe dieser Wechsel laut Rudolph "etwas damit zu tun, ob Per Carlen Trainer wird oder nicht."

[kaltura id="0_6q426u6u" class="full_size" title="Hamburgs Revanche an G ppingen"]

"Beste Mannschaft der Liga"

Sicher ist, dass Oscar Carlens Zukunft in Hamburg liegt. Der 22-Jährige erhält einen Drei-Jahres-Vertrag.

"Es ist schön, dass wir vor der Weltmeisterschaft noch einen Meilenstein vermelden können. Er ist unser Wunschspieler auf der halbrechten Seite", freute sich Rudolph über den schwedischen Nationalspieler.

"Ich bin froh, dass ich bei der besten Mannschaft der Liga einen Vertrag erhalten habe. Für mich ist der Wechsel ein weiterer Schritt nach vorne und eine sportliche Herausforderung", meinte Carlen selbst.

Fitzek in verschiedenen Positionen

Und der Herbstmeister der Toyota HBL steht zudem offenbar vor der Vertragsverlängerung mit zwei weiteren Profis. Mit dem Brüderpaar Guillaume und Bertrand Gille gebe es "sehr intensive und sehr positive Verhandlungen", verkündete Rudolph bereits einen Tag nach Weihnachten auf einer Pressekonferenz: "Es gibt Anlass zur Hoffnung, dass die Gille-Brüder nicht ihre letzte Saison beim HSV Handball spielen."

Die Gespräche mit den beiden gehören zu den letzten Amtshandlungen Fitzeks, für den nun am Saisonende ein wendungsreiches Angestelltenverhältnis endet.

Kündigung nur kurzfristig

Fitzek war seit 2004 für den HSV tätig. Zuerst als Co-Trainer unter Bob Hanning, später als Chef-Trainer. Nur wenige Monate später wurde er beurlaubt, durch Schwalb ersetzt und sieben Tage später als Sportchef - dieser Posten wurde extra für Fitzek geschaffen - wieder eingestellt.

Vor zwei Jahren war Fitzek sogar schon einmal gekündigt worden. HSV-Präsident Rudolph begründete den Schritt schon seinerzeit mit dem damals eingeschlagenen Sparkurs.

Die Kündigung wurde nur wenige Tage später widerrufen. Das dürfte diesmal wohl nicht passieren.

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