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Heute ganz allein im THW-Tor: Der französische Keeper Thierry Omeyer © getty

Die Qualifikation für die nächste Runde haben Kiel und die Löwen sicher. Doch eine Kür ist der fünfte Spieltag nur für ein Team.

Von Tobias Schröter

Die eigentliche Pflicht haben beide bereits erfüllt, nun geht es um den Gruppensieg.

Den beiden Bundesligisten THW Kiel und Rhein-Neckar Löwen wäre mit einem Sieg am 5. Spieltag der Champions League der erste Platz in ihren Gruppen kaum noch zu nehmen.

Dabei spielen beide Mannschaften nicht zuhause, obwohl eine von ihnen Heimrecht genießt: Kiel tritt im rund 2200 Kilometer entfernten Skopje an, die Löwen müssen wegen wichtiger Wartungsarbeiten an der Mannheimer SAP-Arena in die ca. 60 Kilometer entfernte Europahalle Karlsruhe ausweichen.

THW-Torwartproblem kehrt zurück

Arg dezimiert reist der Deutsche Meister zur Partie gegen den mazedonischen Titelträger (ab 18 Uhr LIVESCORES), der im Hinspiel klar mit 37:29 bezwungen wurde.

Denn nicht nur die Verletzten Nikola Karabatic, Börge Lund und Andreas Palicka fallen aus, auch der schwedische Blitztransfer Herdeiro Lucau steht nicht zur Verfügung - er ist erst ab der zweiten Gruppenphase spielberechtigt.

Damit wird es auf der Torwartposition des THW doch wieder eng: Nur Thierry Omeyer steht als etatmäßiger Keeper im Kader, im äußersten Notfall würde Kreisläufer Igor Anic in die Bresche springen.

Metalurg motiviert

Dennoch können die Norddeutschen drucklos aufspielen: Da seit dem 29:22-Sieg des FC Barcelona in Skopje am vergangenen Wochenende auch die Spanier als Qualifikant für die Runde der letzten Sechzehn feststehen, wird das Ergebnis gegen den mazedonischen Meister auf keinen Fall in die nächste Runde übernommen.

Bekanntlich starten ja die beiden Ersten jedes Vorrunden-Quartetts in der Hauptrunde in der gleichen Gruppe und spielen dort nicht noch einmal gegeneinander. Stattdessen zählen die Ergebnisse aus der Vorrunde.

Hochmotiviert dürften daher eher Gastgeber Skopje sein: Er kämpft im Fernduell mit Drammen HK noch um den dritten Rang und damit um den Einzug in den Pokal der Cupsieger. Mit einem Punktgewinn gegen Kiel hätten sie diesen schon vor dem direkten Aufeinandertreffen mit Drammen am letzten Spieltag sicher.

"Müssen besessen sein"

Anders die Lage bei den Rhein-Neckar Löwen in der Gruppe H: Sie empfangen um 20 Uhr mit Croatia Zagreb den punktgleichen Tabellenführer - und damit einen sicheren Kontrahenten in der nächsten Runde.

Das Ergebnis des heutigen Spiels ist somit auch für die Hauptrunde relevant.

"Das ist ein absolutes Endspiel. Jeder Löwe muss dabei von dem Gedanken besessen sein, mit drei Punkten in die Hauptrunde einzuziehen", motiviert Trainer Wolfgang Schwenke deshalb sein Team vor dem wichtigen Duell, das im Hinspiel keinen Sieger ergab. 33:33-Unentschieden hieß es am Ende.

Im fremden Karlsruher Revier versuchten sich die Löwen vorab schon zu akklimatisieren, trainierten bereits am Mittwoch am Spielort, um "die Halle zu fühlen".

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