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Silvio Heinevetter hütet seit 2009 das Tor bei den Füchsen Berlin © imago

Die Füchse sind vor dem Spitzenspiel in Kiel vorsichtig. Berlins Silvio Heinevetter hofft bei SPORT1 auf ein offenes Spiel.

Von Jakob Gajdzik

München - In Berlin ist die Stimmung prächtig. Der Tabellen-Zweite der Toyota HBL hat zum ersten Mal in ihrer Geschichte die Chance, nächste Saison in der Champions League zu stehen.

Wenn am Sonntag die Füchse Berlin zum Verfolgerduell in der der Sparkassen-Arena auf den THW treffen (ab 17 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und ab 17.30 Uhr LIVESCORES) wird die Halle toben.

Der Tabellendritte Kiel kann mit einem Sieg punktemäßig zu den Füchsen aufschließen und sie vom zweiten Platz verdrängen.

"Ehrlich gesagt, habe ich ein bisschen Angst vor dem Spitzenspiel", sagte Füchse-Manager und SPORT1-Experte Bob Hanning den "Kieler Nachrichten".

"Vielleicht können wir uns wehren"

"Ich hoffe, wir liefern ein gutes Spiel ab, vielleicht können wir uns wehren. Aber ernsthaft daran glauben mag ich nicht."

So viel Understatement beim Tabellenzweiten? Trotz der bisher so starken Saison glaubt Hanning, dass sich die Füchse bislang über Wert verkaufen und spricht statt von der Champions League lieber erstmal "nur" vom Europapokal.

Auch Torhüter Silvio Heinevetter sagte gegenüber SPORT1 er wolle "mindestens in den Europacup. Doch sollte es mehr werden, wird sich bei uns keiner wehren." (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Heinevetter: "So lange wie möglich im Spiel bleiben"

Doch auch der WM-Keeper sieht in Kiel den klaren Favoriten und weigert sich von einem möglichen Auswärts-Coup zu sprechen: "Für mich wäre es schon ein Riesenerfolg, wenn wir so lange wie möglich im Spiel bleiben", so Heinevetter.

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Möglich, dass man noch die letzte Saison im Hinterkopf hat, als eine Teilnahme am internationalen Wettbewerb nur hauchdünn um ein Tor verpasst wurde.

Jicha traut Tiefstapelei nicht

THW-Welthandballer Filip Jicha ist jedenfalls trotz der Tiefstapelei gewarnt: "Das wird eine ganz schwere und ganz enge Partie, die wir unbedingt gewinnen wollen".

Kiels Trainer Alfred Gislason, der weiterhin auf die verletzten Narcisse, Sprenger und Andresson verzichten muss, wird nicht vergessen haben, dass die Füchse vor dem Hinspiel die gleiche Taktik des Understatements gewählt hatten - und gewannen.

Gefährliches Berliner Tor-Trio

Besonders aufpassen muss die beste Defensive der Liga auf die "Tor-Füchse" der Berliner. Alexander Petersson (87 Tore), Sven-Sören Christophersen (83) sowie Bartolomiej Jaszka (73) waren für knapp 40 Prozent der Treffer verantwortlich.

Allerdings hat der Erfolg auch seinen Preis: Petersson spielt ab 2012 bei den finanzstärkeren Rhein-Neckar Löwen.

Kampf der Abwehrreihen

Mit 498 Gegentreffern ist der THW die bislang einzig verbliebende Mannschaft unter der 500-Tore-Marke. Berlin kassierte lediglich neun Stück mehr. "Wir haben mit Denis Spoljaric und Torsten Laen einen starken Mittelblock", so Heinevetter über die bisher so starke Abwehrleistung.

Beide Teams sind nach der WM-Pause gut aus den Startlöchern gekommen, der THW mit einem Sieg gegen die HSG Ahlen-Hamm, die Berliner zwangen den insolventen DHC Rheinland in die Knie.

Sollten die Füchse auch in Kiel triumphieren, würden sie der ersten Champions-League-Teilnahme des Klubs ein weiteres Stück näherkommen.

Im DHB-Pokal sehen sich die beiden Mannschaften zudem am 2. März im Viertelfinale wieder. Dann aber in der Hauptstadt.

Tabellenführer kann vorlegen

Bereits um 15.45 (LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESCORES) tritt der Tabellenführer aus Hamburg an.

Die Mannschaft von Martin Schwalb spielt beim Tabellen-Siebten SC Magdeburg und will mit dem 20. Liga-Sieg in Folge noch vor dem Verfolgerduell vorlegen.

Schwalb freut Gratmesser

Schwalb jedenfalls freut sich auf dem SCM als Gradmesser: "Es wird eine echte Herausforderung und ein guter Vorgeschmack auf das, was uns in dieser Rückrunde noch erwartet".

Auch Magdeburg, nach dem Sieg zuletzt gegen Großwallstadt weiterhin auf Europapokal-Kurs, kann mit breiter Brust in das Duell mit dem Spitzenreiter gehen.

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