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Bertrand Gille war 2002 Welthandballer des Jahres © getty

Eine Reihe von HSV-Akteuren kann in Lübbecke Schallmauern durchbrechen. Bertrand Gille bekräftigt den Wunsch zu bleiben.

Von Andreas Berten

München - An den Gille-Brüdern erfreuen sich die Handball-Fans in Hamburg nun schon seit einigen Jahren.

Eine Freude, die anscheinend nicht abreißen wird.

"Ich gehe davon aus, dass ich im nächsten Jahr weiter das HSV-Trikot tragen werde", verrät der Bertrand Gille im Vorfeld des Auswärtsspiels beim TuS N-Lübbecke (ab 19.45 LIVE im TV auf SPORT1 und ab 20.15 Uhr LIVESCORES) bei SPORT1.

Ähnliche Tendenzen gibt es bei Bruder Guillaume, der am Ende des Lübbecke-Spiels auf jeden Fall etwas zu feiern haben wird - womöglich gleich zwei Dinge.

Lauter Jubiläen winken

Sein 250. Spiel wird der Kapitän am Abend für den HSV absolvieren. Und langt der er gegen den Tabellen-Zwölften zweimal zu, hat er in diesen 250 Einsätzen 650 Tore erzielt.

Gleich eine ganze Reihe von Tor-Jubiläen könnte es in Lübbecke geben: Hans Lindberg braucht zwei Treffer für sein Tor Nummer 750 in der Toyota HBL, Matthias Flohr drei für die 300, Marcin Lijewski fünf für den 500. HSV-Treffer, Igor Vori drei für Nummer 300 im Trikot der Hamburger.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Es wären lauter kleine Trostpflästerchen für die Pleite gegen Montpellier AHB am Wochenende.

"Die Niederlage tut weh", blickt Bertrand Gille auf die 27:28-Heimniederlage in der Champions League zurück. Sein Teamkollege Michael Kraus sah sie als "richtigen Schuss vor den Bug" an.

Aufpassen auf Niemeyer

Knapp 50 Stunden später erscheint die Aufgabe Lübbecke allerdings ungleich einfacher. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Zwar hatte der HSV in der Vorsaison so seine liebe Mühe mit Lübbecke, im Hinspiel aber fegten die Mannen von Trainer Martin Schwalb ihre Gegner mit einem 40:27 aus der heimischen O2 World.

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Allerdings: 15 der 27 Gegentore erzielte der Ex-Hamburger Arne Niemeyer.

Der Rückraumspieler ist erfolgreichster Torschütze im Team von TuS-Trainer Markus Baur, der erstmals auf den frisch verpflichteten Dänen Daniel Svensson zurückgreifen kann.

Schwere Auswärtsspiele

Ein Sieg heute ist trotzdem genauso Pflicht, will der Tabellenführer seinen komfortablen Fünf-Punkte-Vorsprung auf den THW Kiel nicht unnötig aufs Spiel setzen.

"Die Niederlage gegen Montpellier war bitter, ist aber abgehakt", sagt Schwalb vor dem Auftritt in Lübbecke, "dort werden wir umso ehrgeiziger auftreten, um die Tabellenspitze weiter zu behaupten."

Denn auf den HSV warten in den kommenden Wochen noch schwere Aufgaben: Mit Berlin (20. März), Flensburg (6. April), Kiel (20. April) und den Rhein-Neckar-Löwen (4. Mai) muss der Spitzenreiter noch bei vier der fünf Verfolger antreten.

Lijewski und Lazovic angeschlagen

Frei von personellen Sorgen ist Martin Schwalb aber nicht, auch wenn er mit dem kompletten Kader anreist.

Bei Krzyzstof Lijewski (Magen-Darm) und Blazenko Lackovic (Schulter) entscheidet sich der Einsatz erst kurzfristig. Toto Jansen und Hans Lindberg sind angeschlagen.

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