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Krzysztof Lijewski war mit acht Toren Hamburgs bester Werfer © getty

Nach viel Unruhe um Präsident Andreas Rudolph Tagen gibt der HSV Hamburg gegen Flensburg-Handewitt die sportliche Antwort.

Hamburg - Die SG Flensburg-Handewitt hat im Titelrennen der Handball-Bundesliga einen Rückschlag einstecken müssen, während der HSV Hamburg nach turbulenten Tagen die sportliche Antwort gegeben hat.

Die Schleswig-Holsteiner unterlagen beim HSV Hamburg mit 31:33 (15:17) und weisen damit weiter sechs Punkte Rückstand auf Tabellenführer THW Kiel auf, der allerdings ein Spiel mehr bestritten hat.

Die Hamburger machten mit dem siebten Saisonsieg derweil einen weiteren Schritt aus der sportlichen Krise, nachdem man am Sonntag bereits den vorzeitigen Gruppensieg in der Champions-League-Vorrunde gefeiert hatte.

Sieg gegen die Unruhe

Klub-Präsident und -Mäzen Andreas Rudolph hatte als Reaktion auf die sportliche Talfahrt zu Wochenbeginn laut über seinen Rücktritt nachgedacht.

Nach einer Präsidiumssitzung vor dem Spiel gegen den Nordrivalen Flensburg hatte er jedoch Entwarnung gegeben und im DSF erklärt: "Ich stehe hinter dem HSV und hinter dem Projekt. Ich bin nicht nur mit Geld, sondern auch mit Herzblut dabei."

"Es gab hier viel Unruhe, umso wichtiger war es, dass wir heute gewonnen haben", sagte Hamburgs Pascal Hens nach der Partie, "man hat das alles natürlich gelesen, und wir wussten, dass er heute da ist."

Kampf für und um Rudolph

Vor 12.886 Zuschauer in Hamburg boten die Gastgeber ihrem Präsidenten ein entsprechend hart umkämpftes Spitzenspiel, in dem sie sich erst in der Schlussphase durchsetzten.

Der HSV erwischte zwar den besseren Start und führte sechs Minuten vor der Pause bereits mit sechs Toren, musste zwischenzeitlich aber wieder den Ausgleich hinnehmen.

Flensburgs Kapitän Ljubomir Vranjes prophezeite bereits in der Halbzeit "einen Kampf bis zum Schluss" und sollte Recht behalten.

Lijewski verletzt raus

Bester Werfer für das Team von HSV-Coach Martin Schwalb war Krzysztof Lijewski mit acht Toren.

Lijewskis Bruder Marcin hatte das Feld nach starkem Beginn bereits in der 27. Minute mit Verdacht auf einen Muskelfaserriss im rechten Oberschenkel verlassen müssen.

Auf Seiten der Flensburger war Lasse Svan Hansen mit sieben Treffern der erfolgreichste Schütze.

Starkes Comeback von Hens

Ein starkes Bundesliga-Comeback nach dreimonatiger Verletzungspause feierte auch Nationalspieler Hens (im Interview) mit sechs Toren, der zuvor schon am Sonntag in der Champions League zum Einsatz gekommen war.

"Ich war heute heiß bis aufs Letzte und wollte unbedingt spielen", sagte er, auch wenn die Kondition noch nicht für die volle Distanz reichte.

Mindestens genauso wichtig wie sein Comeback war Hens aber die mannschaftliche Geschlossenheit, die der HSV an den Tag legte: "Das war ein erster Schritt. Wir haben gemeinsam gefightet und das zusammen durchgezogen."

Magdeburg feiert Auswärtssieg

Im zweiten Spiel des Abends unterlag Gummersbach zu Hause gegen den SC Magdeburg mit 27:28 (13:14).

Beste Werfer der Partie waren Ilic mit zehn Toren für Gummersbach sowie Vasilakis und Kabengele mit je fünf Toren für die Gäste aus Magdeburg.

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