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Pascal Hens und der HSV verschenkten einen wichtigen Punkt im Kampf um die Meisterschaft © imago

Durch den Punktverlust in Lübbecke schrumpft Hamburgs Vorsprung auf vier Punkte. Der Keeper rettet dem Spitzenreiter noch das Remis.

Lübbecke - Spitzenreiter HSV Hamburg hat in der Toyota HBL den 22. Sieg in Folge verpasst.

Zum Auftakt des 23. Spieltages kamen die Hanseaten beim TuS N-Lübbecke nicht über ein 30:30 (14:15) hinaus. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Mit nunmehr 43:3 Punkten bleibt der HSV aber Tabellenführer vor dem ersten Verfolger THW Kiel (37:7), der Rekordmeister kann am Mittwoch im Heimspiel gegen die MT Melsungen aber noch nachlegen.

"So wie es gelaufen ist, müssen wir froh sein, dass wir einen Punkt mitgenommen haben", sagte HSV-Keeper Joachim Bitter, der seinem Team in den Schlusssekunden mit einer Parade wenigstens den einen Zähler rettete. (Stenogramme: 23. Spieltag)

HSV verspielt Vier-Tore-Vorsprung

In der Kreissporthalle Lübbecke zeigten die Hamburger in der ersten Spielhälfte eine enttäuschende Vorstellung und kamen dabei gegen die gut organisierten Gastgeber kaum ins Spiel. (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Zur Pause lag der Vizemeister der beiden letzten Jahre folgerichtig mit einem Tor hinten. "Trotzdem haben wir die Chance, das Spiel zu gewinnen", so Bitter, "wir sind mit vier Toren weg, machen dann aber in allen Belangen dumme Fehler."

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Nach dem Seitenwechsel steigerte sich die Mannschaft Martin Schwalb jedoch. Mit großem Kampf verdiente sich N-Lübbecke letztlich den Punktgewinn.

Bitter schob nachträglich die Favoritenrolle beiseite und sagte: "Lübbecke ist zuhause eine Riesen-Kandidat, einem Punkte abzunehmen. Kiel hat sich hier unglaublich schwer getan, es am Ende aber geschafft. Wir haben hier einen Punkt gelassen und das ärgert uns."

Ausgerechnet Niemeyer

Bei den Norddeutschen war der Kroate Igor Vori mit sieben Toren der erfolgreichster Schütze, auf der Gegenseite traf Nationalspieler und Ex-HSV-Akteur Arne Niemeyer acht Mal für die Ostwestfalen.

Zumindest HSV-Kapitän Guillaume Gille hatte in Lübbecke Grund zum Feiern, der 34-jährige Franzose absolvierte sein 250. Bundesligaspiel und ist damit Rekordhalter seines Klubs.

Der Punktverlust lässt die Konkurrenz aufhorchen. "Jeder kann sich Hoffnung machen", so Bitter, "wir haben gegen Montpellier ein bisschen geschlafen und heute phasenweise was liegen gelassen. Das darf nicht allzu oft passieren."

Vor allem, weil der HSV mit den Auswärtsspielen in Berlin, Flensburg, Kiel und bei den Rhein-Neckar-Löwen noch ein schweres Rest-Programm hat. Bitter: "Heute haben wir einen kleinen Fehler gemacht. Den können wir aber wieder gutmachen."

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