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Iker Romero wechselte 2003 von BM Ciudad Real zum FC Barcelona © imago

Ein Wechsel von Iker Romero zum Hauptstadt-Klub rückt näher, doch es gibt noch andere Optionen. Ein Liga-Konkurrent sagt ab.

Von Annette Bachert

München ? "Die Handball-Welt spricht darüber".

Das sagt Marcel Pagliotta, Berater von Superstar Iker Romero, zum "Projekt Füchse Berlin".

Aber worüber die Handball-Welt momentan wirklich spricht, ist der bevorstehende Wechsel des Barca-Spielers in die Toyota HBL. Und dieser rückt immer näher. 126233(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

"Die Füchse sind eine gute Option", sagte Pagliotta in der "Berliner Zeitung". "Es ist ein tolles Projekt, eine tolle Stadt und eine gute Mannschaft", schwärmt er weiter (Jetzt auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1).

Erste Gespräche erfolgreich

Bereits bei der Weltmeisterschaft im Januar hatte Romero, der bis zum Sommer noch beim FC Barcelona unter Vertag steht, den Wunsch geäußert, nach Deutschland zu wechseln.

In dieser Woche waren der Rückraumspieler und sein Berater dann zu Gesprächen in Berlin.

Füchse-Manager Bob Hanning zeigt sich optimistisch: "Er hat durch seinen Berater Interesse an uns bekundet. Und dass er zu uns gekommen ist und mit uns gesprochen hat, bezeugt das ja."

"Dass sich der Weltklassespieler Romero für die Füchse interessiert, zeigt, welchen Stellenwert wir erreicht haben", sieht Hanning dieses Engagement auch als Bestätigung für den Verein.

"Nicht der reichste Klub der Welt"

Neben Angeboten aus Spanien und Dänemark gibt es laut Pagliotta noch zwei weitere aus der Bundesliga: Vom HSV Hamburg und THW Kiel. Dass diese Vereine finanziell besser da stehen als die Berliner ist kein Geheimnis.

Aber das Geld spielt für Romero wohl keine entscheidende Rolle. Sein Manager beschrieb diesen Aspekt so: "Das Geld ist natürlich nicht unwichtig. Es muss angemessen sein, bedenkt man dabei, dass wir nicht mit dem reichsten Klub der Welt sprechen."

Kiel hat "keinen Bedarf"

Für Berlin spricht vor allem das Umfeld, wie der SPORT1-Experte Hanning weiß: "Er hat viele Angebote, aber er will auch einen Tapetenwechsel. Und Berlin als Metropole interessiert ihn."

Doch auch "Hamburg hat ein gutes Team und ist eine schöne Stadt. Kiel ist stark und etwas kleiner", findet Pagliotta.

Kiel-Manager Uli Derad winkt bei SPORT1 allerdings ab: "Das ist definitiv ausgeschlossen. Wir sind auf der Position gut besetzt und haben keinen Bedarf."

Mangelnder Bedarf könnte auch das Stichwort beim HSV sein. Mit Guillaume Gille, Domagoj Duvnjak, Michael Kraus und Marcel Schliedermann stehen momentan vier gelernte Rückraum-Mitte-Spieler im offiziellen Kader des Tabellenführers.

"Das tut der ganzen Liga gut"

Bei den Füchsen könnte der 30-jährige Romero die Nachfolge Michal Kubisztals antreten. Der Vertrag des Polen läuft im Sommer aus (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

Dass ein Wechsel des Weltmeisters und Champions-League-Siegers in die ohnehin schon beste Liga der Welt eine Bereicherung wäre, steht aber auch für Derad außer Frage: "Es ist gut für die Liga, wenn ein solcher Spieler kommt."

"Es zeigt auch, dass sich die Füchse weiterentwickeln wollen. Es ist schön, wenn weitere Top-Spieler - wir haben ja schon viele davon in der Liga - kommen. Das tut der ganzen Liga gut", so Derad.

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