vergrößernverkleinern
Pascal Hens hatte sich beim olympischen Turnier verletzt © getty

Pascal Hens meldet sich in der Liga eindrucksvoll zurück. Mit dem Sieg gegen Flensburg macht Hamburg einen Schritt nach oben.

Hamburg - 42 Sekunden hat es gedauert, dann war "Pommes" nach seiner Einwechslung zur Stelle:

Pascal Hens warf sein erste Bundesligator in dieser Saison, ließ im Anschluss noch sechs weitere Treffer folgen und trug damit maßgeblich am 33:31 (17:15)-Erfolg des HSV gegen die SG Flensburg-Handewitt bei.

Die Hamburger verbessern sich dadurch in der Tabelle auf Platz sieben, die Flensburger dürfen sich immer mehr vom Titeltraum verabschieden.

"Konditionell ein Wrack"

"Es war ein gutes Gefühl, wieder in der heimischen Arena vor unseren Fans zu spielen", zeigte sich Hens (im Interview) nach der Partie vor 12.886 Zuschauern in Hamburg zufrieden.

"Aber konditionell bin ich ein Wrack." So kam der Nationalspieler auch erst nach 16 Minuten auf den Platz.

Drei Plätze nach vorn

Die zuletzt kriselnden Hamburger zeigten drei Tage nach dem vorzeitigen Gruppensieg in der Champions-League-Vorrunde erneut eine starke Leistung, die das Team von Trainer Martin Schwalb um drei Plätze vorrücken ließ.

"Einige werden sich wundern, was wir gemeinsam noch alles erreichen werden", sagte Schwalb mit Blick auf die in den vergangenen Tagen schwelende Führungskrise beim HSV.

Rudolph bleibt - vorerst

Zuvor hatten die Hanseaten in einer Presseerklärung des Präsidiums angekündigt, Klubchef Andreas Rudolph in seinem Amt künftig entlasten zu wollen.

Der HSV-Präsident hatte nach dem jüngsten Absturz des ursprünglichen Titelkandidaten ins Bundesliga-Mittelfeld angekündigt, sein Engagement überdenken zu wollen.

"Wir werden in den Gremien beraten, welche Konsequenzen gezogen werden müssen", sagte Rudolph, der sein finanzielles Engagement zumindest bis zum kommenden Jahr durchziehen wird.

"Ärgerliche Niederlage"

Flenburg verpasste durch die Niederlage die Chance, dem THW als schärfster Verfolger auf den Fersen zu bleiben.

"Das ist eine ärgerliche Niederlage, denn in diesem Spiel wäre mehr für uns drin gewesen", sagte Flensburgs Routinier Lars Christiansen, der mit zwei verworfenen Siebenmetern nicht ganz schuldlos an der zweiten Saisonniederlage der Schleswig-Holsteiner war.

Auch SG-Trainer Kent-Harry Andersson nahm den Rückschlag im Titelrennen enttäuscht zur Kenntnis: "An der Leistung meiner Mannschaft kann ich nichts aussetzen, aber am Ende haben wir unsere Chancen nicht genutzt. Deshalb bin ich vom Ergebnis enttäuscht."

Kein guter Tag für Beutler

Nachdem die Gäste nach 24 Minuten schon mit 10:16 zurückgelegen hatten, kämpfte sich der Ex-Meister bis Mitte der zweiten Halbzeit zwar wieder heran, ließ dann aber zahlreiche Tormöglichkeiten in der Schlussphase aus.

Zudem erwischte Flensburgs Keeper Dan Beutler nicht seinen besten Tag. "Wenn ich in Normalform gewesen wäre, hätten wir gewonnen. Aber dafür habe ich zu wenig Bälle gehalten", so der Schwede.

Hinter der SG, die auf Rang vier zurückfiel, verloren auch die fünftplatzierten Gummersbacher durch die 27:28 (13:14)-Pleite im Spitzenspiel gegen den SC Magdeburg weiter an Boden.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren!Zurück zur Startseite

teilentwitternteilenE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel