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Hans Lindberg war 2009/2010 mit 257 Toren Torschützenkönig der Toyota HBL © imago

Mit den Füchsen hat der HSV nach dem Pokal-Aus noch eine Rechnung offen. Torjäger Hans Lindberg warnt bei SPORT1 dennoch.

Von Jakob Gajdzik

München - Die Hamburger kommen mit Wut im Bauch in den Berliner Fuchsbau.

Beim Wiedersehen der Füchse Berlin gegen den Hamburger SV (So., ab 15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1 und LIVESCORES) sitzt der Ärger der Gäste über das Achtelfinal-Aus im DHB-Pokal im Dezember an gleicher Stelle immer noch tief.

"In Berlin ist uns im Dezember eines unserer großen Saisonziele genommen worden", erinnert sich HSV-Torjäger Hans Lindberg bei SPORT1 mit Schrecken zurück. (Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1).

"Diese Niederlage war richtig doof"

"Wir haben an diesem Tag einfach schlecht gespielt, dazu wurde Berlin auch von der Atmosphäre in der Halle getragen. Diese Niederlage war richtig doof", ärgert sich der Toyota HBL-Torschützenkönig des vergangenen Jahres.

Das Motto der Partie am Sonntag schickt Lindberg gleich hinterher: "Das ist mit Sicherheit eine Revanche".

Auch wenn die Berliner im Pokal gegen Kiel ebenfalls bereits die Segel streichen mussten, so können die Hamburger mit einem Sieg die Füchse nun ihrerseits endgültig aus dem Meisterschaftsrennen befördern.

Füchse müssen nach hinten schauen

Bei einer Niederlage wäre der Hauptstadtverein bereits acht Punkte hinter dem HSV zurück und müsste gar den Blick nach hinten richten, um nicht aus den Champions-League-Plätzen zu rutschen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Mit den Rhein-Neckar Löwen, Göppingen und Flensburg scharen bereits drei Verfolger mit den Hufen. Und nach dem HSV geht es für die Füchse direkt weiter zu den Löwen.

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Der momentane Trend macht den Füchsen wenig Hoffnung. Nur eine der letzten vier Partien konnten die Berliner für sich entscheiden.

Hanning: Der Rausch ist verloren gegangen

"Wir hatten uns vor der WM in einen kleinen Rausch gespielt, ein Stück über der eigenen Kapazität. Das ist uns jetzt verloren gegangen?, hat auch Manager Bob Hanning in der "B.Z." den aktuellen Leistungsabfall erkannt.

Können die Hamburger das Berliner Tief nutzen?

"Vielleicht könnte man denken, das sei ein Vorteil für uns. Aber unabhängig von den letzten vier Ergebnissen, wird das Spiel in Berlin ganz schwer. Der Schlüssel ist, dass wir selbst unsere Topleistung abrufen", will Lindberg den Fokus nur auf sich selbst richten.

Der HSV ist nach der Niederlage am ersten Spieltag seit mittlerweile 23 Spielen unbesiegt, von denen sie 22 gewannen. Trotz der guten Bilanz waren die Leistungen der Hamburger nach der WM jedoch ebenfalls nicht so souverän, wie noch in der Hinrunde. Das gab auch Lindberg zu.

Respekt trotz Tiefs

Das 28:14 zuletzt gegen Absteiger DHC Rheinland konnte nach der Länderspielpause noch keinen wirklichen Aufschluss über die aktuelle Form geben, "dafür war der Gegner nicht stark genug", so der Däne.

Respekt vor der Überraschungsmannschaft der Saison hat der 29-Jährige dennoch: "Wir müssen gegen Berlin mit vollem Körpereinsatz und Selbstüberzeugung in die Partie gehen. Mit 90 Prozent geht das nicht."

Besonders die Defensive der Berliner mit der der 6:0-Deckung und den beiden starken Keepern Silvio Heinevetter und Petr Stochl lobt Lindberg: "Wir dürfen die Torhüter nicht warm werfen, sondern müssen Tore machen"

Gefährliches Offensiv-Trio

In der Offensive sieht er in Sven-Sören Christophersen und Alexander Petersson die größten Waffen.

In der Tat: Beide erzielten bislang in der Toyota HBL jeweils 100 Treffer - und das ohne einen einzigen Siebenmeter. Ein Spitzenwert.

Nicht zu vergessen Ivan Nincevic, mit 108 Toren in dieser Saison bester Werfer der Füchse.

Keeper Heinevetter weiß um die Brisanz des Spiels und die Revanche-Absichten der Hamburger:

"Der HSV kommt mit dem Messer zwischen den Zähnen"

"Wir sind gegen Hamburg nur der Außenseiter, aber wir wollen unseren dritten Platz natürlich nicht freiwillig hergeben. Der HSV kommt mit dem Messer zwischen den Zähnen zu uns, will hier nicht noch einmal ausrutschen?, so der deutsche Nationaltorwart in der "Berliner Zeitung".

Ein weiterer Ausrutscher könnte jedoch auch für die Berliner Folgen haben.

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