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Alfred Gislason ist seit 2009 für den THW Kiel als Trainer tätig © getty

Heftiger Widerstand in der DHL gegen Kretzschmars Vorschlag: Gislason soll gleichzeitig Bundes- und Vereinstrainer werden.

Kiel - Geschäftsführer Uli Derad vom deutschen Handball-Meister THW Kiel glaubt nicht an eine Doppelfunktion von Alfred Gislason als THW-Coach und Bundestrainer der deutschen Nationalmannschaft ab Sommer 2011.

"Das kann ich mir nicht vorstellen. Von Seiten des Deutschen Handball-Bundes (DHB) ist niemand an uns herangetreten", sagte Derad.

Der frühere Nationalspieler Stefan Kretzschmar hatte den noch bis Juni 2014 beim THW Kiel unter Vertrag stehenden Isländer Gislason (51) als Nachfolger für Bundestrainer Heiner Brand ins Gespräch gebracht.

"Ein Mann wie Gislason wäre dafür prädestiniert", sagte Kretzschmar. Brand will entweder im Sommer oder nach der WM 2013 in Spanien seinen Platz räumen. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle) .

"Klares Nein zur Doppelfunktion"

Klar gegen eine Doppelfunktion sprachen sich Präsident Andreas Rudolph von Tabellenführer HSV Hamburg und Geschäftsführer Bob Hanning von den Füchsen Berlin aus.

"Es kann nicht sein, dass ein Bundestrainer gleichzeitig Vereinstrainer ist", sagte Rudolph der "Hamburger Morgenpost".

Während Hanning erklärte: "Ein klares Nein zur Doppelfunktion. Das darf es nicht geben. Ich glaube auch nicht, dass das in der Bundesliga mehrheitsfähig ist."

Plan B für Brands Rücktritt

Der DHB arbeitet derzeit an einem Plan B, falls Brand bereits im Juni zurücktreten sollte.

(Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Als Nachfolger für den Gummersbacher, der seit 1997 die Nationalmannschaft trainiert, sind die Ex-Nationalspieler Martin Schwalb, Markus Baur und Christian Schwarzer sowie der derzeitige Co-Trainer Martin Heuberger im Gespräch.

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