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Christian Zeitz spielt seit Sommer 2003 für den THW Kiel © imago

Christian Zeitz bleibt in Kiel. Nach seiner Verlängerung spricht er bei SPORT1 über Titelchancen und das Derby gegen Flensburg.

Von Marcus Giebel und Julian Meißner

München - Es ist vollbracht: Christian Zeitz hat seinen Vertrag beim THW Kiel verlängert und wird auch in den nächsten drei Jahren für die "Zebras" auf Torejagd gehen.

Beim deutschen Rekordmeister ist der Rückraumspieler längst eine Institution, neben Kapitän Marcus Ahlm der dienstälteste Profi.

Während Zeitz in der Toyota HBL weiter für Furore sorgen will, hat er noch einmal unterstrichen, dass eine Rückkehr in die Nationalmannschaft ausgeschlossen ist.

So bleibt mehr Zeit für "seinen" Klub, mit der am Sonntag die SG Flensburg-Handewitt zum Derby (ab 15.10 Uhr im LIVESTREAM und auf SPORT1+) empfängt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Kaum ist die Tinte unter dem neuen Kontrakt getrocknet, stellt sich Zeitz im SPORT1-Interview und spricht über Abschiedsgedanken, die Hoffnung auf eine Aufholjagd in der Liga und das Derby gegen Flensburg.

SPORT1: Herr Zeitz, Sie haben Ihren Vertrag beim THW bis 2014 verlängert. Was waren letztendlich die Gründe, und warum haben die Verhandlungen dann doch so lange gedauert?

Christian Zeitz: Wir haben viele gute Gespräche geführt und lange verhandelt. Es gab keinen Druck oder Grund zur Eile. Es ging nicht um den Vertrag allein sondern um Perspektiven, die über den Handball hinausgehen.

SPORT1: Jetzt können Sie es ja sagen: Welche Klubs waren noch im Rennen und wie ernsthaft waren die Abschiedsgedanken?

Zeitz: Es gab keine "Abschiedsgedanken". Klar, es gab Angebote anderer Klubs aber ich bin glücklich in diesem Superumfeld weiter spielen zu können und meine Perspektiven hier in Kiel zu sehen. (Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

SPORT1: Es hieß, Ihnen soll eine berufliche Perspektive nach der aktiven Karriere geboten werden - wie könnte das aussehen?

Zeitz: Darüber sprechen wir wenn es an der Zeit ist. Im Moment gilt alle Konzentration dem Handball. Der HSV ist vier Zähler voraus, Kiel darf sich keinen Punktverlust mehr erlauben.

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SPORT1: Wie schätzen Sie angesichts der Restprogramme der beiden Klubs die Chancen ein, Hamburg noch anzufangen?

Zeitz: Wir schauen nicht nach Hamburg. Wir bereiten uns immer intensiv auf den nächsten Gegner vor und konzentrieren uns nicht auf Dinge die wir nicht beeinflussen können.

SPORT1: Würden Sie nach sechs THW-Meisterschaften in Folge den Hamburgern den Titel vielleicht sogar gönnen?

Zeitz: Wollen Sie wirklich eine echte Antwort darauf? Ich bin Leistungssportler und trainiere das ganze Jahr sehr hart. Das tue ich sicher nicht, um anderen mit Freude die Früchte dieser Arbeit zu überlassen.

SPORT1: Am Sonntag steht das Derby gegen die SG Flensburg-Handewitt an - für Sie nach all den Jahren in Kiel immer noch etwas Besonderes?

Zeitz: Dieses immer junge Derby ist natürlich eines der Highlights in der Saison. Die Fans werden die Sparkassenarena rocken und wir wollen das Spiel gewinnen.

SPORT1: Flensburg steht im Kampf um die Champions League-Qualifikation selbst mit dem Rücken zur Wand. Wie schätzen Sie die Bedeutung der Partie ein?

Zeitz: Warum immer diese dramatischen Sätze? Flensburg spielt, mit dem neuen Trainer und einer dezimierten Mannschaft, eine gute Saison. Sie haben Ciudad Real gerade geschlagen - das schafft nicht jede Mannschaft. Wir werden uns sehr gut vorbereiten und dieses Spiel sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen.

SPORT1: Das Final Four im Pokal ist gebucht, Kolding in der Champions League ein machbarer Gegner - schafft der THW am Ende trotz aller Verletzungssorgen gar noch das Triple?

Zeitz: Erstmal ist Kolding das schwerste Los der möglichen Gegner. Sie haben den HSV geschlagen und sind nicht ohne. Wir wollen natürlich nach Köln aber dazu muss Kolding geschlagen werden .

SPORT1: Das Kapitel DHB-Team ist für Sie nach eigener Aussage abgehakt. Verfolgen Sie die Auftritte der Nationalmannschaft wie zuletzt in Schweden überhaupt noch und wenn ja, mit welchen Gefühlen?

Zeitz: Natürlich verfolge ich die Spiele. Aber eher analytisch. Ich konzentriere mich auf den THW Kiel und freue mich über die Pausen, die ich zur Regeneration nutzen kann.

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