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Volker Mudrow führte den TBV Lemgo 2003 zur Deutschen Meisterschaft © imago

Die Lemgoer unterliegen nach den Turbulenzen um den Coach in Magdeburg. Göppingen angelt sich Rang vier. Auch Gummersbach siegt.

München - Beim TBV Lemgo wird die Luft für Trainer Volker Mudrow immer dünner.

Die Ostwestfalen unterlagen am 25. Spieltag der Toyota HBL beim SC Magdeburg mit 30:37 (12:15) und nehmen nach der neunten Saisonpleite weiter Rang neun ein.

Bereits vor der Partie hatte die "Lippische Landes-Zeitung" berichtet, dass sich der TBV von seinem Cheftrainer trennen will. Mudrows bis 2013 laufender Vertrag soll demnach zum Saisonende vorzeitig aufgelöst werden. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Als Nachfolger steht angeblich bereits Dirk Beuchler vom SV Post Schwerin fest.

Zweite Entlassung nach 2007?

Mudrow hatte im September 2009 den Trainerposten von Markus Baur übernommen und Lemgo in der Vorsaison zum EHF-Cup-Triumph geführt.

Für Mudrow wäre es bereits die zweite Entlassung in Lemgo. Schon im Januar 2007 wurde dem heute 41-Jährigen dort der Stuhl vor die Tür gesetzt. (STENOGRAMME: 25. Spieltag)

Zerbe: "Mannschaft überaus nervös"

Die TBV-Verantwortlichen hatten bereits durchblicken lassen, dass sie mit der Arbeit Mudrows nicht zufrieden seien.

"Die Mannschaft hat oft überaus nervös und verunsichert gespielt, so Fehler produziert und dann eben Spiele verloren, die sie eigentlich hätte gewinnen müssen", übte Manager Volker Zerbe zuletzt scharfe Kritik.

Künftig kleinere Brötchen

Auch von Unstimmigkeiten über die strategische Ausrichtung des Klubs ist die Rede.

Zerbe will zwar am früheren Erfolgsprinzip "TBV Deutschland" festhalten, aber auch aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Voraussetzungen kleinere Brötchen backen:

"Das Prinzip wird fortgesetzt, aber unter verkleinerten Voraussetzungen. Der TBV soll damit auch eine Plattform für junge Spieler werden, die sich hier entwickeln können."

Kaufmann bester Werfer bei Göppingen

Erfolgreicher geht es derzeit bei Frisch Auf Göppingen zu. Die Schwaben haben mit dem 29:22 (18:9)-Sieg bei der HSG Ahlen-Hamm zumindest für 24 Stunden den vierten Platz der erobert.

Dabei war Göppingen jederzeit Herr der Lage. Bester Werfer bei Göppingen war Lars Kaufmann mit sechs Treffern.

Anic rettet den VfL

Auf Tuchfühlung zu den vorderen Plätzen bleibt neben Magdeburg auch der VfL Gummersbach, der sich zu einem 27:26 (13:13) beim TuS N-Lübbecke zitterte.

Gummersbach musste lange zittern. In einer spannenden Schlussphase erzielte Igor Anic 50 Sekunden vor dem Ende den Siegtreffer.

Beste Schützen auf Seiten der Gummersbacher waren Nationalspieler Adrian Pfahl und der Kroate Vedran Zrnic mit jeweils acht Toren.

Hannover gewinnt Kellerduell

Im Kellerduell kam der TSV Hannover-Burgdorf zu einem 31:29 (15:15)-Erfolg über die TSG Ludwigshafen-Friesenheim.

Damit liegen nun Friesenheim, Ahlen und Hannover allesamt mit elf Punkten auf der Habenseite gleichauf.

(Auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

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