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Der Manager der Rhein-Neckar Löwen dementiert die Vorwürfe der versuchten Erpressung © imago

Löwen-Manager Storm dementiert die Erpressungs-Vorwürfe aus dem Schwenker-Lager. Das Gudmundsson-Team bleibt unbeeindruckt.

Mannheim - Thorsten Storm, Manager der Rhein-Neckar Löwen, hat den Versuch der versuchten Erpressung dementiert.

Von den Anwälten Uwe Schwenkers, dem ehemaligen Manager von THW Kiel, der derzeit wegen Bestechung vor Gericht steht, war den Badenern Erpressung vorgeworfen worden.

Die Anwälte behaupten, die Löwen hätten "versucht, die geforderte Ablösesumme von drei Millionen Euro für Karabatic und Kavticnik auf 1,3 Millionen zu drücken", indem sie damit drohten, den Manipulationsverdacht zu streuen.

"Ich habe von den Vorwürfen gelesen. Es wird ja niemand persönlich angesprochen, aber von Seiten der Rhein-Neckar Löwen stimmt das natürlich nicht", sagte der Löwen-Manager bei SPORT1 .

"Die Sache ist abgeschlossen"

"Die Chronologie ist ja bekannt: Wir haben Noka Serdarusic als Trainer verpflichtet und es gab zwei Spieler, die zu uns kommen wollten. Es gab eine Ablöseforderung von THW Kiel und ein schriftliches Angebot von uns", erklärte Storm.

Allerdings sei es nicht zu einer Vertiefung der Gespräche gekommen: "Wir haben nicht weiter verhandelt, weil der Trainervertrag aufgelöst wurde. Das war ein Beschluss unserer Gesellschafter und damit ist die Sache für uns abgeschlossen."

Vorgehen werden die Löwen gegen die Vorwürfe zunächst nicht: "Wir fühlen uns nicht angesprochen", sagte der 46-Jährige: "Ich hoffe, dass die ganze Geschichte bald ein Ende findet, das wäre gut für den Handball."

Löwen unbeeindruckt

Die Löwen zeigten sich auf dem Feld von dem Wirbel unbeeindruckt.

Die Mannschaft von Gudmundur Gudmundsson setzte sich am 26. Spieltag der Toyota HBL knapp mit 33:32 (16:16) gegen den Champions-League-Konkurrenten Füchse Berlin durch. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

[kaltura id="0_994yku6j" class="full_size" title="Löwen schlagen die Füchse"]

Damit musste der Hauptstadt-Klub am Tag der spektakulären Verpflichtung des ehemaligen spanischen Weltmeisters Iker Romero einen Rückschlag im Kampf um die Königsklasse hinnehmen.

Füchse fallen zurück

Durch den Erfolg verdrängten die Badener (39:11 Punkte) die Füchse (39:13) vom Tabellenplatz drei, der zur direkten Teilnahnme an der Champions League berechtigt.

"Wenn man mit einem Tor gewinnt, ist man sehr erleichtert", sagte Storm: "Es war ein Spiel, dass hin und hergeschwappt ist. Wir lagen ein paar Mal mit drei, vier Toren vorn, aber am Ende war es nur ein Tor. Die Füchse sind zurecht eine der Mannschaften, die uns das Leben im Kampf um Platz drei schwermachen. Deshalb haben wir heute ein wichtiges Spiel gewonnen."

Gensheimer startet Aufholjagd

Vor 7314 Zuschauern in Mannheim waren Bjarte Myrhol (7) und Nationalspieler Uwe Gensheimer (7/5) die besten Löwen-Werfer.

Markus Richwien (7) sowie Michal Kubisztal (7/2) trafen am besten für die Berliner.

In der ersten Halbzeit der temporeichen Partie zogen die Berliner zwei Tage nach der bitteren Heimschlappe gegen Spitzenreiter HSV Hamburg (22:35) auf vier Treffer davon (14:10/23. ).

Doch angeführt vom nervenstarken Siebenmeterschützen Gensheimer kämpften sich die Gastgeber heran.

Heinevetter auf der Bank

Nach dem Wechsel forcierten die Rhein-Neckar Löwen ihr Spiel über den Kreis und zogen nach dem 22:22 (42.)-Zwischenstand erstmals auf vier Tore davon (26:22/47.).

Berlins Nationalkeeper Silvio Heinevetter ließ sich entnervt auswechseln.

Allerdings verpasste es das Gudmundsson-Team in dieser Phase, den Sack zuzumachen, so dass es in den letzten Minuten nochmal knapp wurde.

Sieben Sekunden vor Schluss gelang Füchse-Torjäger Alexander Petersson noch der Treffer zum 32:33-Anschluss, doch die Badener blieben cool.

Gelungenes Comeback von Szmal

Im Tor der Löwen gab Welthandballer Slawomir Szmal nach mehrwöchiger Pause wegen einer Knieverletzung ein gelungenes Comeback.

Der Pole ersetzte ab der 17. Minute den glücklosen Ex-Weltmeister Henning Fritz.

(Jetzt auch um 12 und 13 Uhr: die News im TV auf SPORT1)

Flensburg siegt

In einer weiteren Begegnung des 26. Spieltages feierte die SG Flensburg-Handewitt einen 28:27 (14:12)-Auswärtserfolg beim TV Großwallstadt.

Während die Norddeutschen mit 35:17 Punkten weiter Tabellensechster sind, verpasste der zweimalige Europapokalsieger der Landesmeister aus Großwallstadt als Zehnter (24:28) den Sprung auf Rang neun.

"Ich freue mich, wenn ich spiele und dass mir unser Trainer das Vertrauen gibt", sagte Rückraumspieler Petar Djordjic, dem drei Treffer gelangen: "Ich versuche immer das auf dem Feld zurückzahlen. So wie heute kann es weitergehen."

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