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Der Rückraum-Spieler Iker Romero war von 2003 bis 2011 bei Barca aktiv © getty

Der Wechsel des spanischen Superstars zu den Füchsen sorgt für Diskussionen. Stefan Kretzschmar verspricht sich nicht allzuviel.

Von Andreas Kloo

München - Die Euphorie in der Hauptstadt ist riesig, die Vorfreude auf Iker Romero groß.

"Es ist so, als würde Samuel Eto'o von Champions-League-Sieger Inter Mailand bei den Fußballern von Hertha BSC anheuern" schrieb der "Berliner Kurier" nach dem geglückten Transfercoup der Füchse.

Am Dienstag hatte der Hauptstadt-Klub den Wechsel des spanischen Superstars vom FC Barcelona als perfekt gemeldet.

Doch in der Handball-Welt regen sich auch einige kritische Stimmen, die den Weltmeister von 2005 nicht als riesige Verstärkung sehen.

"Über den Zenit hinaus"

SPORT1-Experte Stefan Kretzschmar zweifelt vor allem an der Fitness Romeros.

"Wenn man sich die Stimmen aus Spanien anhört, ist er über seinen Zenit hinaus. Er hatte viele Verletzungen in seiner Karriere", urteilt Kretzschmar bei SPORT1 über den 30-Jährigen.

Bei der WM in Schweden war Romero im spanischen Nationaltrikot meist über Kurzeinsätze nicht hinausgekommen.

Edeljoker und Geheimwaffe

Für Füchse-Manager Bob Hanning scheint die mangelnde Fitness Romeros aber ohnehin kein Problem zu sein. Denn er sagt: "Er ist ein Mann für die besonderen Momente".

Romero soll in den Spielen also vor allem dann eingreifen, wenn es drauf ankommt. (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle)

Die Rolle als Edel-Joker, der in engen Partien das Ruder rumreißt, traut ihm auch Kretzschmar zu: "Er ist eine Persönlichkeit, die das Heft des Handelns in die Hand nimmt, wenn alle anderen zurückziehen. Als Siebenmeter-Schütze ist er eine Waffe."126233(DIASHOW: Bundesliga-Wechselbörse)

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Kein Vergleich mit Karabatic

Mehr erwartet Kretzschmar nicht vom Rückraum-Spieler:

"Sicherlich erregt dieser Romero-Deal viel Aufmerksamkeit. Bob Hanning erhoft sich sicher auch sportlich was davon. Aber er hebt die Berliner nicht um eine Niveaustufe nach oben, wie es beispielsweise Karabatic in Kiel getan hat", stellt der frühere Weltklasse-Handballer klar.

(Auch um 12 und 13 Uhr die News im TV auf SPORT1)

Romero als Zugpferd

Auch für einige SPORT1-User steht eher der positive PR-Gedanke des Transfers im Vordergrund: "Diese Kategorie Spieler machen doch auch die Halle voll", schreibt "MK" beispielsweise.

User "Thomas" pflichtet ihm bei: "Berlin braucht dringend ein Zugpferd. Christophersen hat sich noch nicht so weit entwickelt und Heinevetter hat mittlerweile ein schlechtes Image. Der Rest sagt der Nichthandballwelt nichts."

User spötteln

Viele trauen wie Kretzschmar dem Berliner Neuzugang körperlich nicht mehr viel zu: "Einen alten Invaliden für viel zu viel Geld gekauft. Aber immerhin haben wir dann wieder was für die Schauspiel-Kiste", spöttelt "Bambi".

Auch "Igor Anic" hält Romero für ein "körperliches Wrack".

Ein Ziel hat Hanning durch den Transfer-Coup auf jeden Fall schon erreicht: Die Berliner Füchse sind nun ein Gesprächsthema.

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