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Alexander Petersson (r.) spielt seit 2010 bei den Füchsen aus Berlin © getty

Gummersbach hofft beim Duell in Berlin auf Revanche und verweist auf die Trends. Ober-Fuchs Hanning schaut trotzdem nach oben.

Von Barnabas Szöcs

München - Das Ziel ist klar definiert: Europa.

Genauer gesagt: das internationale Parkett. Dies gilt vor den Duell zwischen den Füchsen aus Berlin und den VfL Gummersbach (ab 20 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) in der Max-Schmeling-Halle für beide Mannschaften.

Einen feinen Unterschied gibt es aber dennoch: während die Gastgeber aus der Hauptstadt die Qualifikation für die Champions League vor Augen haben, wäre Gummersbach bereits mit der Teilnahme am EHF-Pokal zufrieden (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Doch der ist vor dem 27. Spieltag der Toyota HBL ein wenig in die Ferne gerutscht. Fünf Punkte fehlen dem Team von Trainer Sead Hasanefendic auf Platz sechs, welcher das Tor gen Europa weit öffnet.

Niederlage ist für VfL tabu

Auf dem Weg dorthin darf sich der VfL keinen Ausrutscher mehr erlauben; eine Niederlage würde den direkten Konkurrenten aus Flensburg und Magdeburg natürlich Aufwind geben.

Mächtig im Aufwind sind derzeit aber die Gummersbacher: drei Siege hintereinander gab es zuletzt in der Toyota HBL, dazu kommt der Kantersieg im Pokal der Pokalsieger gegen den norwegischen Vertreter Elverum Handball.

Pfahl will Revanche

Die 32:34-Heimpleite der Oberbergischen im Hinspiel, die erste gegen Berlin nach mehr als vier Jahren, bringt zusätzliche Brisanz ins Duell: "Wir haben jetzt eine sehr schwere Hürde zu nehmen. Aber wir wollen uns für die knappe Niederlage in der Hinrunde bei uns in Gummersbach revanchieren", sagt Nationalspieler Adrian Pfahl.

Mit seinen 161 Toren liegt der 28-jährige Rückraumspieler in der Torjägerliste der Toyota HBL auf Platz sieben.

Kleine Stichelei nach Berlin

Gebührender Respekt vor den Leistungen des Tabellenvierten aus Berlin ist trotzdem vorhanden: "Da muss man auch erst mal stehen", meint Pfahl, um den Füchsen postwendend einen kleinen Stich zu verpassen: "Aber richtig ist sicher, dass die Füchse nach dem Höhenflug wieder ein wenig auf Normalmaß geschrumpft sind."

Zwei bittere Big-Point-Niederlagen musste die Mannschaft von Coach Dagur Sigurdsson zuletzt einstecken: erst die desaströse 22:35-Heimklatsche gegen Tabellenführer Hamburg, gleichzeitig die erste und bislang einzige in der laufenden Saison.

Hanning will an den Löwen dranbleiben

Dann die wohl noch schmerzlichere 32:33-Niederlage bei den Rhein-Neckar Löwen - dem schärfsten Konkurrenten um den letzten Platz für die Königsklasse (STENOGRAMME: 26. Spieltag).

"Für uns ist es jetzt eminent wichtig gegen Gummersbach zwei Punkte zu holen. Danach gilt es mit Blick auf Europa an den Löwen dran zu bleiben", gibt Berlins Geschäftsführer Bob Hanning die Marschroute vor.

Selbstbewusst vor heimischer Kulisse

Aufmuntern dürfte die Gastgeber ihre gute Leistung in Mannheim: "Das Spiel gegen die Löwen war wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Gegen Gummersbach müssen wir an die gezeigten Leistungen anknüpfen und in der Abwehr zu alter Stärke finden", meint Trainer Sigurdsson.

[kaltura id="0_udd56m45" class="full_size" title=" Wir sind uns einig "]

Eines steht bereits vor der Begegnung fest: für den Verlierer des Spiels rückt der jeweils angepeilte Traum von Europa in bedrohliche Ferne.

Kiel empfängt Großwallstadt

Zwei Teams, die momentan im internationalen Wettbewerb mitmischen, messen sich am 27. Spieltag in der heimischen Liga.

Hamburgs schärfster Verfolger im Kampf um die Meisterschaft, der THW Kiel, trifft zu Hause auf den TV Großwallstadt (ab 19 Uhr im LIVESTREAM). Das Duell zwischen dem Tabellenzweiten und dem Zehnten der Toyota HBL steht unter höchst unterschiedlichen Vorzeichen.

Kiel wartet mit breiter Brust

Die Norddeutschen warten nach ihrem Sieg im Achtelfinale der Champions League gegen Kolding mit breiter Brust auf die Gäste.

Die wiederum mussten im EHF-Pokal eine knappe Niederlage in Frankreich bei Saint Raphael Var Handball hinnehmen.

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