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Filip Jicha ist seit 2007 bei den "Zebras" unter Vertrag © getty

Der TBV Lemgo empfängt den "Lieblingsgegner" - und könnte die Kieler nach dem Erfolg gegen Wetzlar zurück in die Krise stürzen.

Von Julia Kling

München - Die Meisterschaft ist faktisch verspielt, Platz zwei ebenfalls nicht sicher - und jetzt muss der THW Kiel zu seinem Angstgegner (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Dem TBV Lemgo, der den ehemaligen Alleinherrscher des deutschen Handballs auch zu besseren Zeiten schön ärgern hatte können.

In den vergangenen beiden Spielzeiten der Toyota HBL konnte der TBV zu Hause jeweils als Sieger vom Feld gehen, in der Hinrunde konnten die Kieler dafür einen 35:26-Sieg einfahren (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Trotzdem erklärt Lemgo die Kieler auf seiner Homepage augenzwinkernd-forsch zum "Lieblingsgegner".

Neue Zuversicht

Für den noch amtierenden Deutschen Meister unter Trainer Alfred Gislason geht es darum, nach dem 32:24-Erfolg bei der HSG Wetzlar (Bericht) die Sicherheit im Spiel wieder zu festigen

"Für uns war es sehr wichtig nicht die Nerven verloren zu haben wie in den Spielen zuvor", erklärte Welthandballer Filip Jicha bei SPORT1.

Der ehemalige Lemgoer hat nach den Niederlagen gegen Großwallstadt und die Rhein-Neckar Löwen neue Zuversicht gewonnen, dass sein Team das Minimalziel Platz zwei vor den punktgleichen Löwen verteidigen werde: "Wenn man das konstant abrufen kann, habe ich keine Sorge."

Die Zuversicht drängt auch den Ärger über den enteilten Tabellenführer Hamburg in den Hintergrund: "Wir müssen uns keinen traurigen Kopf machen über den Stand der Dinge. Das haben wir selber verspielt."

[kaltura id="0_jr56bjyo" class="full_size" title="Kiel und L wen im Fernduell um Rang zwei"]

"Meisterschaft selbst verspielt"

Der Tabellen-Achte Lemgo blickt wie Kiel auf eine durchwachsene Saison in der Liga zurück.

Die Mannschaft des scheidenden Trainers Volker Mudrow blieb aber in den letzten vier Spielen ohne Niederlage und darf sich damit gewappnet sehen für den Versuch, den Kielern erneut ein Bein zu stellen.

Und damit die Chancen zu verbessern, sich über die Liga wieder für das internationale Geschäft zu qualifizieren - ohne den EHF-Cup wieder gewinnen zu müssen.

Beide Teams in Bestbesetzung

Trotz Lemgos Aufwind und Kiels Krise sieht TBV-Manager Volker Zerbe sein Team in der Underdog-Rolle: "Der THW ist der klare Favorit, daran ändern auch die jüngsten Ergebnisse nichts."

Man wolle aber "unsere gute Form untermauern und unser Spiel aufziehen, bei dem wir uns nicht viele Fehler erlauben dürfen. Und dann werden wir sehen, wie sich das Spiel entwickelt."

Beide Teams können in Bestbesetzung in die Partie gehen, auch der ehemalige Kieler Sebastian Preiß wird noch einmal für Lemgo auflaufen, ehe seine Ehefrau das zweite gemeinsame Kind zur Welt bringt.

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