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Gudjon Valur Sigurdsson kam 2008 vom VfL Gummersbach zu den Löwen © imago

Der Fan-Ärger bekommt neue Nahrung: Sigurdsson geht zum zweiten Klub von Mäzen Nielsen - kurz nachdem er selbst Kritik übte.

Mannheim - Die Abwanderungswelle bei den Rhein-Neckar Löwen geht weiter.

Nach Olafur Stefansson wird nun auch dessen isländischer Landsmann Gudjon Valur Sigurdsson die Badener in Richtung AG Kopenhagen verlassen - der Kapitän des Teams.

"Er hat in Kopenhagen einen Vertrag bekommen, den er akzeptiert hat. Goggi will sich nun möglichst mit Titeln verabschieden", sagte Löwen-Aufsichtsratsboss Jesper Nielsen der "Rhein-Neckar-Zeitung".

Zuletzt hatte Außenspieler Sigurdsson seine Zukunft offen gelassen (DATENCENTER: Ergebnisse und Tabelle).

Nielsen gibt Vorstands-Posten auf

Nielsen selbst, der auch beim Spitzenverein AG Kopenhagen einer der wichtigsten Entscheidungsträger ist, wird sich ab 1. Juli aus dem Vorstand des badischen Champions-League-Viertelfinalisten verabschieden.

"Das ließ sich nicht vermeiden", meinte der dänische Geschäftsmann Nielsen. Der Grund: Die Europäische Handball-Föderation EHF untersagt künftig Doppelfunktionen in Vereinen, die in internationalen Wettbewerben gegeneinander spielen könnten.

Auch Kopenhagen ist auf dem besten Weg, sich für die Königsklasse zu qualifizieren.

Weitere Abgänge?

Nielsen wird dem Toyota-HBL-Klub, der offenbar Interesse an einer Verpflichtung von Momir Ilic von Rekordmeister THW Kiel hat, aber als Sponsor und Gesellschafter erhalten bleiben.

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Der Däne hatte jüngst die Wut der Löwen-Fans zu spüren bekommen. Diese hatten in einem Brief an ihn die Personalpolitik des Klubs kritisiert - und den drohenden Spieler-Exodus Richtung Kopenhagen.

Auch Karol Bielecki und Robert Gunnarsson sowie der eigentlich als Neuzugang eingeplante Krzysztof Lijewski sollen ab der kommenden Saison dort auf Torejagd gehen.

Auch Sigurdsson hatte kurz zuvor die mangelnde personelle Kontinuität im Klub kritisiert - nun trägt er mit seinem Abgang selbst dazu bei.

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