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Patrick Wiecek (r.) wechselte 2010 von TUSEM Essen zum VfL Gummersbach © getty

Gummersbach und Großwallstadt treffen sich zum ewigen Duell. Doch das Altmeister-Duo verfolgt noch europäische Ambitionen.

Von Olaf Mehlhose

München - Das Altmeister-Duo verfolgt noch ambitionierte Ziele.

Wenn sich der VfL Gummersbach und der TV Großwallstadt (ab 19.45 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) am 30. Spieltag der Toyota HBL gegenüberstehen, dürften beide Teams bereits an die kommenden Aufgaben auf dem europäischen Parkett denken. (DATENCENTER: Toyota HBL )

Der VfL steht nach dem 33:21-Hinspielerfolg gegen HC Vardar Skopje bereits mit einem Bein im Finale des Europapokals der Pokalsieger.

Und auch der TVG besitzt beste Chancen, ins Finale des EHF-Pokals einzuziehen und den ersten Titel seit dem Gewinn des Euro-City-Cup 2000 einzufahren.

Tabellennachbarn unter sich

In der Liga rangieren die beiden Traditionsklubs dagegen im grauen Niemandsland: Gummersbach belegt gegenwärtig Platz neun, die Großwallstädter liegen einen Platz dahinter.

Doch für Brisanz ist in dem ewig jungen Aufeinandertreffen der beiden Klubs, die 19 Deutsche Meisterschaften unter sich vereinen, ohnehin gesorgt.

Wiencek bleibt

Für Zündstoff sorgte beim VfL in den vergangen Wochen insbesondere Patrick Wiencek.

Nach der Bekanntgabe seines Wechsels zum THW Kiel wurde der Kreisläufer von der Vereinsführung suspendiert und stand rund zwei Monate lang nicht auf der Platte.

Doch bei der 25:29-Pleite gegen die SG Flensburg-Handewitt befand sich "Bamm Bamm" Wiencek überraschend wieder im Kader. Offenbar ist es zwischen den Klubs zu einer Einigung gekommen.

[kaltura id="0_joh2prfp" class="full_size" title="Wende bei Wiencek"]

"Ich habe ja noch Vertrag bis 2012 in Gummersbach, und den werde ich dann erfüllen", sagte der 22-Jährige bei SPORT1. Er gehe davon aus, dass er auch im nächsten Jahr in Gummersbach spielen werde.

Ohne Stojanovic

Auf Torhüter Goran Stojanovic muss Coach Sead Hasanefendic dagegen weiterhin verzichten. Der Kapitän fällt wegen anhaltender Rückenbeschwerden aus.

Anstelle von Stojanovic wird Vjenceslav Somic im Spiel gegen den TVG erneut das Tor des VfL hüten.

Keine einfach Aufgabe, die dem 34-Jährigen bevorsteht: Die auswärtsstarken Großwallstädter waren in den letzten Wochen so etwas wie das Team der Stunde.

Stark in fremden Hallen

Die Mannschaft von David Peter zeigte sich vor allem in fremden Hallen von ihrer besten Seite.

Das bekam auch Rekordmeister Kiel zu spüren, der nach 1239 Tagen wieder ein Heimspiel verlor. Wenige Tage später gelang dem Peter-Team das Kunststück, dem designierten Meister HSV Hamburg erstmalig in dieser Saison einen Punkt vor heimischer Kulisse abzuknöpfen.

Und auch im Halbfinale des EHF-Pokals setzte sich der Tabellenzehnte mit 26:24 bei der TBV Lemgo durch.

Dämpfer dur die Löwen

Einen kleinen Dämpfer gab es allerdings am vergangenen Spieltag, als die Großwallstädter zuhause mit 24:34 gegen die Rhein-Neckar Löwen untergingen.

Es wird interessant sein, welches Gesicht der siebenmalige Meister gegen Gummersbach zeigt.

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