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Torsten Jansen (l.) wechselte 2003 von der HSG Nordhorn zum HSV Hamburg © getty

Der Tabellenführer siegt auch bei den Rhein-Neckar Löwen und steht kurz vor der Krönung. Die Gastgeber müssen nach hinten schauen.

Mannheim - Die Handballer von Spitzenreiter HSV Hamburg nähern sich mit großen Schritten ihrem ersten deutschen Meistertitel:

Das Team von Trainer Martin Schwalb gewann auch das Prestigeduell beim Tabellendritten Rhein-Neckar Löwen in der Toyota HBL mit 31:27 (19: 14) und strotzt vor dem Schlussspurt vor Selbstvertrauen.

Im zweiten Dienstag-Spiel gewann der Tabellensechste SG Flensburg-Handewitt erwartungsgemäß 28:23 (16:9) beim stark abstiegsbedrohten neuen Schlusslicht TSG Ludwigshafen-Friesenheim.

Vorsprung vor THW ausgebaut

Damit hat der HSV (54:6 Punkte) vier Spieltage vor dem Saisonende fünf Zähler Vorsprung auf Verfolger und Rekordmeister THW Kiel (49:11). (DATENCENTER: Toyota HBL)

Um ihre kleine Chance auf den Titel zu wahren, sollten die Kieler Zebras am Mittwoch im Auswärtsspiel beim SC Magdeburg (ab 19.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1) punkten.

Trio wirft Hamburg zum Sieg

Beim HSV trafen vor 11.482 Zuschauern in Mannheim Domagoj Duvnjak, Blazenko Lackovic sowie Hans Lindberg (alle 6) am besten. (STENOGRAMME: 30. Spieltag)

Grzegorz Tkaczyk (6) und Uwe Gensheimer (5/5) waren die erfolgreichsten Werfer der Gastgeber, die nach neun Siegen in den vorherigen zehn Bundesligapartien ihre erste Niederlage sowie die erste Heimpleite der Saison kassierten.

[kaltura id="0_stdcdcat" class="full_size" title="Löwen fehlt das Durchhaltevermögen"]

Damit misslang den noch titelosen Löwen auch die Generalprobe für das Final Four um den DHB-Pokal am Wochenende in Hamburg.

Die Badener verpassten außerdem die Chancen, den dritten Tabellenplatz zu untermauern, der zur Teilnahme an der Champions League berechtigt.

Gensheimer: "Hamburg wie ein würdiger Meister"

"In der ersten Viertelstunde waren wir noch gleichwertig, aber dann haben wir einige Negativerlebnisse gehabt, die die Hamburger eiskalt ausgenutzt haben", sagte Löwen-Spieler Uwe Gensheimer nach der Partie zu SPORT1.

"Dann haben wir es vom Kopf nicht mehr geschafft, uns aufzuraffen", ergänzte der 24-Jährige, "Hamburg hat das runtergespielt wie ein würdiger Deutscher Meister".

Gäste ziehen die Zügel vor der Halbzeit an

Im Duell der beiden deutschen Viertelfinalisten der Königsklasse stellten die Hamburger die Weichen für den zwölften Auswärtscoup in den letzten neun Minuten der ersten Halbzeit, als sie von 13:13 auf 19:14 davonzogen.

Besonders der starke Rückraum mit Spielmacher Duvnjak und Lackovic stellte die unkonzentrierten Löwen vor Rätsel.

Bitter lässt Löwen verzweifeln

Auch nach dem Wechsel konnten sich die Norddeutschen auf den starken Ex-Nationaltorhüter Johannes Bitter verlassen und hielten den Vorsprung auf die zumindest kämpferisch überzeugenden Gastgeber konstant.

Die Löwen kamen nie näher als auf vier Treffer heran.

Dementsprechend glücklich zeigte sich der Torhüter nach der Partie bei SPORT1: "Das war heute ein Meilenstein", sagte Bitter nach dem Spiel, "aber sicher sind wir uns erst, wenn wir das nicht mehr hergeben können".

Flensburg lässt keine Zweifel aufkommen

Flensburg dagegen ließ nie Zweifel an seinem 19. Saisonsieg aufkommen.

Nur zwei Tage nach dem Scheitern im Viertelfinale der Champions-League beim spanischen Topklub Ciudad Real hatte das Team seine besten Werfer im überragenden Andreas Eggert (15/7), Friesenheim in Marco Hauk und Gabor Ancsin (je 5).

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