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Die Füchse Berlin spielen seit 2007 in der Toyota HBL © getty

Berlin kann den Löwen-Patzer nutzen und einen Schritt Richtung Champions League machen. Der Sponsor verspricht 30 Liter pro Tor.

Von Raphael Weber

München - Des einen Freud, des Anderen Leid.

Durch die überraschende Niederlage der Rhein-Neckar Löwen gegen den VfL Gummersbach (Video und Bericht) haben die Füchse Berlin auf einmal die goldene Chance, im Kampf um die direkte Champions-League-Qualifikation in der Toyota HBL einen Big Point zu landen.

Dazu müssen die Füchse allerdings erst ihren Teil leisten und bei der HSG Wetzlar gewinnen (So., ab 16.15 Uhr LIVE im TV auf SPORT1).

Bei einem Sieg gegen Wetzlar reicht Berlin dann im Duell mit Erzfeind Magdeburg am letzten Spieltag bereits ein Unentschieden, um Platz zwei zu halten. (DATENCENTER: Die Toyota HBL)

"Eine Riesen-Chance"

Füchse-Spielmacher Bartlomiej Jaszka freut sich in der "BZ" über die unerwartete Schlappe des Konkurrenten.

"Die Löwen haben uns den Gefallen getan, dass wir jetzt sogar direkt in die Champions League einziehen können. Eine Riesen-Chance! Das setzt natürlich noch einmal eine Menge Kräfte bei uns frei", so Jaszka in der "BZ".

Die Löwen-Bändiger aus Gummersbach haben den Füchsen vor allem deswegen einen Bärendienst erwiesen, weil Berlin (+92) das schlechtere Torverhältnis im Vergleich zum direkten Konkurrenten (+ 107) hat. (Die Stenogramme des 32. Spieltages)

Und die Relation der Treffer ist bei Punktgleichheit entscheidend.

[kaltura id="0_zmxstxtg" class="full_size" title="L wen Klatsche in Gummersbach"]

Berlin wichtiger als Kiel

Gerade weil im letzten Spiel Magdeburg lauert, wollen die Füchse sich schon gegen Wetzlar ein Polster verschaffen. Denn der SC hat Berlin offenbar zum Erzfeind auserkoren.

"Magdeburg macht aus den Spielen gegen uns ein Schalke gegen Dortmund im Handball. Siege gegen die Füchse sind für Magdeburg inzwischen wichtiger als gegen Kiel", erklärt Füchse-Manager Bob Hanning im "Berliner Kurier".

Auf den ganz großen Siegzwang würde man da natürlich lieber verzichten.

30 Liter Freibier pro Tor

Für die Füchse wäre der Einzug in die Königsklasse der Höhepunkt einer Reise, die 2006 in der Zweiten Bundesliga begann.

Dafür laufen in Berlin sogar schon die Party-Vorbereitungen.

Hanning verkündet vor dem letzten Heimspiel der Saison: "Das soll natürlich auch ein Handballfest für unsere Fans werden. Unser Sponsor Berliner Kindl spendiert 30 Liter Freibier für die Zuschauer pro Tor, das die Jungs gegen Wetzlar werfen."

Fehlen wird dem aktuellen Tabellendritten Sven-Sören Christophersen. Der Nationalspieler zog sich im Training einen Muskelfaserriss zu und muss die Saison vorzeitig beenden.

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