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Sead Hasanefendic trainiert neben Gummers- bach auch die serbische Nationalmannschaft © getty

Der zwölfmalige Meister erhält die Bundesliga-Lizenz und bleibt erstklassig. Allerdings gibt es Auflagen für den Verein.

München - Sportlich erfolgreich, finanziell gerettet: Der zwölfmalige deutsche Meister VfL Gummersbach erhält im zweiten Anlauf nun doch die Lizenz für die kommende Saison in der Toyota HBL und feierte damit im Jubiläumsjahr den zweiten Erfolg binnen einer Woche.

Nach dem Titel-Hattrick im Europacup überzeugte der Traditionsklub den Gutachterausschuss der HBL mit nachgebesserten Unterlagen.

"Es wird eine Lizenz mit Auflagen geben. Diese ist nicht mehr rücknehmbar", sagte HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann am Sonntag.

Sollte Gummersbach gegen die Auflagen verstoßen, drohen aber Sanktionen wie Punktabzug oder Geldstrafe. Die Auflagen werden dem VfL noch schriftlich mitgeteilt, daher wollte sich Bohmann zu weiteren Einzelheiten nicht äußern.

Lizenz nach Millionenhilfe

Nachdem die HBL den Gummersbachern die Lizenz zunächst verweigert hatte, brachte der Klub mit Hilfe von Förderern und Fans innerhalb von einer Woche rund 2,2 Millionen Euro auf.

Die nachgebesserten Unterlagen wurden am Freitag an die Toyota HBL geschickt, der Gutachterausschuss gab am Samstag grünes Licht.

"Die ganze Region steht hinter dem VfL"

"Alle haben ihren Teil zum Gelingen beigetragen. In und um Gummersbach sind unglaublich viele Leute aufgestanden und haben gezeigt, dass sie ihrem VfL Gummersbach helfen wollen", sagte der Gummersbacher Aufsichtsratsvorsitzender Götz Timmerbeil, während Geschäftsführer Axel Geerken anfügte: "Das zeigt, die Stadt, die ganze Region steht hinter dem VfL."

Ob beim VfL, der am 1. Juni mit dem Bundesligaspiel gegen den THW Kiel in der Dortmunder Westfalenhalle sein 150-jähriges Bestehen feiert, auch sportlich an die jüngsten Erfolge anknüpfen kann, bleibt abzuwarten.

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Mehrere Personalien noch offen

Aufgrund der finanziellen Situation wird beispielsweise der kroatische Nationalspieler Drago Vukovic bereits im Sommer vorzeitig zum Liga-Konkurrenten TuS N-Lübbecke wechseln.

Ursprünglich wollte der Rückraumspieler erst ab der Saison 2012/2013 für die Ostwestfalen auflaufen. Weitere vorzeitige Abgänge sind nicht ausgeschlossen.

Fokus auf Hallenneubau

Dabei wollte der VfL an frühere glanzvolle Zeiten anknüpfen. Zwar verteidigten die Gummersbacher zuletzt ihren Titel im Europacup der Pokalsieger erfolgreich und holten 2009 den EHF-Cup, doch die letzte Meisterschaft liegt 20 Jahre zurück.

Nach der finanziellen Rettung soll nun auch der lange geplante Hallenneubau in Gummersbach vorangetrieben werden.

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