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Der HSV steht seit dem 31. Spieltag als Deutscher Meister fest © getty

Hamburg bleibt auch im letzten Heimspiel ungeschlagen und feiert nach dem 38:33 gegen Lemgo die Übergabe der Meisterschale.

Hamburg - Erst der Arbeitssieg, dann das Feiervergnügen: Der neue Deutsche Meister HSV Hamburg hat sich mit einem sportlichen Erfolg von seinem Publikum verabschiedet.

Die Hanseaten gewannen das letzte Heimspiel der Saison in der Toyota HBL gegen den TBV Lemgo mit 38:33 (19:15) und konnten anschließend unbeschwert mit ihren Anhängern den Titel feiern.

Und die Serie hielt: Der HSV überstand das Spieljahr ohne eine einzige Heimniederlage. (Datencenter Toyota HBL)

Trainer Martin Schwalb zeigte sich bei SPORT1 hochzufrieden: "Wir haben so lange für diesen Titel gekämpft, es war ein langer Weg. Alles wurde darauf ausgerichtet, die Jungs haben das verdient."

Schwalb mit "Kloß im Magen"

Der Trainer, der in die Geschäftsführung des neuen Titelträgers wechselt, zeigte sich vor seinem Abschied bewegt: "Ich hatte schon den ganzen Tag ein besonders Gefühl und auch schon gestern ein Kloß im Magen. Das ist eine sehr emotionale Geschichte."

Seinen eigenen Rückzug sieht er auch als Chance für den Klub: "Es ist gut, neue Impulse zu setzten und dass ein neuer Trainer mit neuen Ideen kommt."

"Ich hatte eine unglaublich schöne Zeit und das Team mit der Meisterschaft zu übergeben, ist ein schönes Gefühl", blickt Schwalb auf seine Trainerzeit beim HSV zurück.

HSV führt zur Halbzeit

Vor 13.296 Zuschauern in der ausverkauften Arena erwischten die Gäste zwar den besseren Start, führten nach acht Minuten mit 5:3, konnten danach aber nicht verhindern, dass die Norddeutschen immer besser ins Spiel kamen.

Die Gastgeber legten ihre Nervosität ab, machten weniger Fehler im Spielaufbau und wurden mit einer Halbzeitführung von 19:15 belohnt.

Nach dem Seitenwechsel bauten die Gastgeber ihren Vorsprung in der Schlussphase noch einmal aus, die Ostwestfalen hatten nur noch wenig entgegenzusetzen.

[kaltura id="0_02654jye" class="full_size" title="HSV feiert mit der Meisterschale"]

Hamburg zaubert

Im Gefühl des sicheren Sieges versuchte der HSV einige Tricks, die jedoch nicht immer gelangen. Der doppelte Punktgewinn jedoch blieb letztlich ungefährdet.

Mit sieben Treffern war Pascal Hens der erfolgreichste Torwerfer bei den Platzherren.

Der Jubel des Publikums steigerte sich zum Orkan, als HSV-Kapitän Guillaume Gille aus der Hand von Reiner Witte, Präsident der Handball-Bundesliga (HBL), die Meisterschale entgegennehmen durfte.

Carlen als Zuschauer dabei

Zusammen mit seinem Bruder Bertrand ist der französische Olympiasieger seit neun Jahren bei den Norddeutschen unter Vertrag und damit der dienstälteste Spieler.

Nach der Übergabe wurde bis in den späten Abend ausgelassen mit den Fans gefeiert.

Unter den Zuschauern befand sich auch der neue HSV-Trainer Per Carlen, der von seinem bisherigen Arbeitgeber SG Flensburg-Handewitt seinen Sohn Oscar sowie Torhüter Dan Beutler mit in die Hansestadt bringen wird.

Am Sonntag ins Rathaus

Neben dem scheidenden Trainer Schwalb wurden aus dem Spielerkader Per Sandström (MT Melsungen) und Krzysztof Lijewski (Rhein-Neckar Löwen) verabschiedet.

Ihr letztes Pflichtspiel müssen die Hamburger am Samstag (16.30 Uhr) bei HBW Balingen-Weilstetten bestreiten, am Abend ist in einem Hamburger Trendhotel eine Saisonabschluss-Fete geplant.

Für den Sonntag hat Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz die Mannschaft zu einem Empfang ins Rathaus gebeten. Zur Präsentation der Meisterschale auf dem Rathausbalkon werden mehrere Tausend Fans erwartet.

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