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Momir Ilic war mit acht Treffern erfolgreichster Kieler gegen Gummersbach © getty

Der THW stört mit seinem Sieg die Gummersbacher Jubiläums-Sause. Der VfL hat aber doppelt Grund zur Freude. Brand ist froh.

Gummersbach - Der THW Kiel hat sich bei den Feierlichkeiten des VfL Gummersbach zum 150-jährigen Vereinsjubiläum als Spaßbremse erwiesen. Zugleich sichert sich der THW mit dem Sieg die Champions-League-Teilnahme.

Zum Abschluss des 33. Spieltages der Toyota HBL besiegte der Rekordmeister die Rheinländer, die drei Tage zuvor nach langem Zittern unter Auflagen die Lizenz für die kommende Spielzeit erhalten hatten, vor 6853 Zuschauern mit 36:33 (18:16). (Datencenter Toyota HBL)

Der scheidende Bundestrainer Heiner Brand zeigte sich bei SPORT1 erleichtert über die Rettung: "Ich bin froh, dass für diesen Traditionsverein gekämpft wurde." Seine Prognose fällt positiv aus: "Der Verein ist für die Zukunft gut aufgestellt, wenn erst einmal der Schuldenberg abgebaut ist."

Auch an den Profis ist die Ungewissheit nicht spurlos vorüber gegangen. "Die letzten Wochen waren unglaublich hart. Es war schwer für den kopf und schwer für Alltag, aber wir haben mit Herzblut für den VfL gekämpft", versicherte Adrian Pfahl.

Gummersbacher Geburtstag

Die Partie fand aus gegebenem Anlass in der Dortmunder Westfalenhalle statt, wo der VfL zwischen 1967 und 1983 seine erfolgreichste Zeit hatte und acht Europapokale, fünf DHB-Pokale und zwei Supercups gewann.

"An eine besonders glorreiche Vergangenheit erinnert man sich bei Geburtstagen ja immer gerne zurück. Da lag es für uns nahe, noch einmal an der Stätte vergangener Erfolge zu spielen", sagte Geschäftsführer Axel Geerken.

Vor den Augen von Heiner Brand und anderer Gummersbacher Vereinslegenden wie Jochen Feldhoff oder Joachim Deckarm zeigten beide Teams einen engagierten Beginn und waren lange Zeit gleichwertig.

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Ilic glänzt für Kiel

Erst gegen Ende der ersten Halbzeit erarbeiteten sich die Gäste ein leichtes spielerisches Übergewicht und führten zur Pause mit 18:16.

Die Hausherren fanden besser in die zweite Halbzeit und konnten den Rückstand zwischenzeitlich sogar in eine Führung ummünzen (23:22).

Angeführt von Momir Ilic zeigte sich der entthronte Champions League-Sieger aber kaltschnäuziger im Abschluss.

Unkonstanter THW

Ilic' Fazit nach der durchwachsenen Spielzeit für Kiel fällt allerdings gemischt aus: "Die Saison war so wie wir gespielt haben: Unkonstant. Aber wir sind der THW Kiel und wir sind stolz auf unseren Verein. Wir müssen diese Saison vergessen und in die Zukunft schauen."

Auch der ehemalige VfL-Spieler freute sich bei SPORT1 über die Entwarnung in Gummersbach: "Gott sei dank haben sie es hinbekommen mit der Lizenz. Der VfL ist ein Traditionsverein und es wäre wirklich schade, wenn etwas mit Gummersbach passiert."

Löwen siegen

Die Rhein-Neckar Löwen unterstrichen im Parallel-Spiel mit dem 38:26 (19:13) gegen die TSG Friesenheim ihre Ambotionen auf eine Rückkehr in die Königsklasse.

Gudjon Valur Sigurdsson erzielte dabei zehn Treffer.

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