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Robert Weber wechselte 2009 von HBW Balingen-Weilstetten zum SC Magdeburg © getty

Am 34. Spieltag hoffen die Löwen auf einen Füchse-Patzer. Im Kampf um die Torjägerkanone kommt es zum Duell SCM gegen Flensburg.

Von Annette Bachert

München - Gut neun Monate kämpften die Teams der Toyota HBL um Punkte, Plätze und Prestige.

Am Samstag kommt es nun zum 34. und damit letzten Spieltag der Saison (Datencenter Toyota HBL).

Der Deutsche Meister steht zwar schon fest, zwei wichtige Entscheidungen stehen aber noch aus:

Welche deutsche Mannschaft spielt neben dem HSV Handball und dem THW Kiel sicher in der Champions League und wer muss durch Mühlen der Qualifikation?

Und: Wer setzt sich die Torjägerkrone auf?

"Eggert ist ja nicht irgendwer"

Mit 240 Treffern liegen Flensburgs Anders Eggert und der Magdeburger Robert Weber nach 33. Spieltagen gleich auf.

"Wenn ich ehrlich bin, dann glaube ich jetzt nicht mehr so richtig daran, dass das mit der Torjägerkrone noch klappt", sagt Weber in der Magdeburger "Volksstimme".

Besonders die Tatsache, dass es für den SCM gegen die drittplatzierten Füchse Berlin geht und die SG Flensburg-Handewitt zu Absteiger HSG Ahlen-Hamm müssen gibt laut dem Österreicher den Ausschlag für den Dänen.

"Eggert ist ja nicht irgendwer. Er hat einen wahnsinnigen Lauf und mit Ahlen den schwächeren Gegner zum Schluss ? ich denke, das wird er sich nicht nehmen lassen", ist sich der Rechtsaußen sicher.

"Wichtiger als gegen Kiel"

Zudem reisen die Füchse mit einer großen Portion Motivation zum Tabellensiebten. Denn dem Hauptstadt-Klub reicht ein Punkt zur sicheren Teilnahme an der "Königsklasse".

Manager Bob Hanning gibt sich dennoch gelassen: "Wir möchten das Spiel in Magdeburg positiv gestalten, aber falls wir verlieren, haben wir trotzdem eine überragende Saison gespielt."

Dennoch erwartet er in der Bördelandhalle einen Hexenkessel: "Magdeburg macht aus den Spielen gegen uns ein Schalke gegen Dortmund im Handball. Siege gegen die Füchse sind für Magdeburg inzwischen wichtiger als gegen Kiel."

[kaltura id="0_ccwm2j3v" class="full_size" title="Berlin ganz dicht vor Champions League"]

Füchse ohne Christophersen

Für den SCM spricht seine überragende Heim-Statistik, nur fünf Punkte ließen sich die Gastgeber aus eigener Halle entführen. Außerdem kann Trainer Frank Carstens auf eine volle Bank zurückgreifen.

Aber auch Füchse-Coach Dagur Sigurdsson hat keine Ausfälle zu beklagen.

Letztes Spiel für Sigurdsson

Für die Rhein-Neckar Löwen ist ein Sieg am letzten Spieltag beim TBV Lemgo Pflicht, wollen sie die Chance wahren, Berlin noch von Rang drei zu verdrängen.

Zusätzlich benötigt die Truppe von Gudmundur Gudmundsson Schützenhilfe vom SCM, ansonsten müssen die Mannheimer den Umweg über ein Wildcard-Turnier gehen, um erneut in der Champions League starten zu können.

"Das Schlimmste wäre, wenn Berlin verliert und wir es nicht schaffen, unser Spiel zu gewinnen", sagt Gudjon Valur Sigurdsson. Für den Isländer ist es das letzte Mal, dass er im Trikot der Löwen aufs Feld geht.

Er wechselt wie Olafur Stefansson zu AG Kopenhagen, dem Klub des Löwen-Geldgebers Jesper Nielsen. Ob Karol Bielecki, Robert Gunnarsson und Neuzugang Krzysztof Lijewski ebenfalls gen Norden abwandern, ist noch unklar.

Kehrmann-Einsatz weiterhin fraglich

Für Lemgo geht es in der Partie gegen die Löwen sportlich um nicht mehr als Platz. Dies reicht nicht zu der erhofften Europapokal-Teilnahme. Dennoch wollen sich die Ostwestfalen "mit einem positiven Ergebnis von unseren Fans verabschieden", gibt TBV-Geschäftsführer Volker Zerbe die Marschroute vor.

Verabschieden muss sich auch Chefcoach Volker Mudrow. Dem 41-Jährigen wurde bereits im März mitgeteilt, dass er nach der Saison den Verein verlassen wird. Mit Dirk Beuchler wurde nur wenig später bereits der neue Trainer vorgestellt.

In seinem letzten Spiel auf der Bank des TBVs muss Mudrow wohl auf zwei Linkshänder verzichten. Rückraum-Shooter Rolf Hermann laboriert an einer Schulterverletzung und Rechtsaußen Florian Kehrmann wird mit seinem Faserriss (Wade) wohl ebenfalls pausieren müssen.

Löwen-Coach Gudmundsson kann dagegen auf seinen kompletten Kader zurückgreifen.

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