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Thorsten Storm (l.) gewann als Geschäftsführer 2004 die Deutsche Meisterschaft mit Flensburg © imago

Thorsten Storm attackiert nach der verpassten direkten Qualifikation für die Champions League Klub-Boss Nielsen und das Team.

Mannheim - Der Manager der Rhein-Neckar Löwen, Thorsten Storm, hat nach dem Ende einer enttäuschenden Saison seine Spieler und den Aufsichtsratschef Jesper Nielsen kritisiert. (Datencenter: Toyota HBL)

Der vierte Platz in der Toyota HBLsei "nicht unser Anspruch, wir sind besser besetzt als die Mannschaft der Berliner Füchse, weshalb wir Dritter hätten werden müssen", sagte Storm, der seit 2007 bei den Löwen engagiert ist, dem "Mannheimer Morgen".

"Wir müssen endlich lernen, ständig und auf Knopfdruck ein Mindestniveau zu spielen - gerade gegen die kleinen Gegner", sagte Storm und weiter: "Bei uns stimmt der Spannungsbogen leider nicht immer - und das geht nicht."

Storm geht auf Klub-Boss los

Zudem monierte er, dass der Klub zu viele Spieler beschäftigt, "die nicht in der Abwehr spielen können".

Einige davon seien auf Drängen von Nielsen verpflichtet worden. "Es ist nicht alles optimal gelaufen, aber das klären wir intern", sagte Storm.

Entschuldigung bei Fans

Weitere Seitenhiebe auf den dänischen Aufsichtsratsboss, der sich künftig mehr um seinen Heimatklub AG Kopenhagen kümmern und auch Löwen-Spieler dorthin lotsen will, konnte sich Storm dennoch nicht verkneifen.

"Mit dem Trainerwechsel hin zu Gudmundur Gudmundsson hatte ich die Hoffnung, dass jetzt endlich Kontinuität bei diesem Verein einzieht", sagte Storm und legte nach:

"So hatte es Jesper Nielsen allen Spielern und Fans dann ja auch versprochen, doch genau das Gegenteil ist leider passiert. Wir können uns bei den Anhängern und allen Partnern für die ständige Unruhe nur entschuldigen."

Zu hohe Ansprüche

Außerdem habe Nielsen dem Verein mit seiner Ankündigung, der weltbeste Klub werden zu wollen, keinen Gefallen getan:

"Diese Aussage hat leider unsere Gegner heißer gemacht und nicht das eigene Team gestärkt."

Die Löwen hatten in der abgelaufenen Saison zwar das Final-Four-Turnier der Champions League in Köln erreicht, sie verloren dort aber gegen den späteren Sieger FC Barcelona und gegen den Deutschen Meister HSV Hamburg.

[kaltura id="0_v95yhnkn" class="full_size" title="L wen verpassen direkte Quali"]

Unklare Zukunft

Über die künftige Rolle Nielsens ist sich anscheinend auch Storm nicht im Klaren.

"Er hat seine persönlichen und langfristig angelegten Ziele bei den Löwen geändert. Wir befinden uns in keiner einfachen Situation, denn es gibt klare, langfristige Verträge mit wirtschaftlichem Hintergrund", sagte Storm:

"Aber Jesper Nielsen hat bislang bei seinem finanziellen Engagement immer zu dem gestanden, was er zugesagt hat. Ich gehe davon aus, dass er das auch in Zukunft machen wird", betonte der Manager und sagte:

"Schließlich sind viele Spielerverträge erst aufgrund von Jesper Nielsens Engagement und seinen Zusagen zustande gekommen."

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