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Der Schwede Oscar Carlen steuerte zwei Tore für die Flensburger bei © getty

Der TBV behält auch zu viert in der Schlussphase die Nerven und beendet durch den Sieg gegen Flensburg den Gerry-Weber-Fluch.

Von Michael Spandern

München - Der TBV Lemgo hat in einem packenden Spitzenspiel die Nerven behalten und die SG Flensburg-Handewitt 30:29 (15:14) niedergerungen.

In Halle/Westfalen beendete der Tabellenzweite dadurch den Fluch des Gerry-Weber-Stadions, wo der Gastgeber bisher nur ein Spiel gewonnen hatte.

Das war seinerzeit ebenfalls gegen Flensburg gewesen, weshalb Geschäftsführer Volker Zerbe schon vor der Partie gegen den Vizemeister versprochen hatte, dass sich ein Kreis schließen werde.

Der VfL Gummersbach kam indes beim TV Großwallstadt nicht über ein 34:34 hinaus. Dennoch rückt der Traditionsklub aus dem Oberbergischen auf Platz sechs vor.

Boesen und Christiansen drehen auf

Das Match im Gerry-Weber-Stadion war von Beginn an umkämpft: Die Gäste führten nach Lasse Svan Hansens zweitem Tor 5:3, doch die Lemgoer erzielten die nächsten vier Tore und setzten sich bis zur 21. Minute auf 10:7 ab.

Die Ostwestfalen blieben vorn, bis die SG mit einem 4:1-Zwischenspurt, dessen Tore sich die Dänen Lasse Boesen und Lars Christiansen aufteilten, zum 19:19 (40.) ausglich.

Der TBV war aus dem Tritt und erholte sich auch nicht, als Christiansen einen Siebenmeter nur an die Latte warf. Thomas Mogensens und Boesens Tore brachten die Flensburger mit 21:19 nach vorn.

Zu viert auf der Platte

Erst nach einer Auszeit schlug Lemgo zurück: Drei Tore durch Tamas Mocsai, Jens Bechtloff und Logi Geirsson wendeten das Blatt zum 22:21 (49.).

Nach Lemgos 26:24 durch Nationalspieler Sebastian Preiß antworteten die Schleswig-Holsteiner erneut, gingen durch Johnny Jensen knapp fünf Minuten vor Schluss 28:27 in Führung.

Zudem musste nach Preiß auch Rolf Hermann mit einer Zeitstrafe raus, sodass der TBV zeitweise mit nur vier Feldspielern auf dem Feld stand.

Strobel wirft das Siegtor

Doch das Team von Markus Baur behielt die Nerven, ließ sich nicht abschütteln. Preiß glich 77 Sekunden vor Schluss zum 29:29 aus, das Siegtor war in der Schlussminute Jungnationalspieler Martin Strobel vorbehalten.

Bester Schütze der Lemgoer war Geirsson mit sieben Toren, bei der SG ragten Christiansen (8/3 Tore) und Boesen (7) heraus.

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