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Lars Kaufmann (li., mit Holger Glandorf) spielt seit 2003 für die deutsche Nationalmannschaft © imago

In Flensburg soll es für Glandorf und Kaufmann weiter nach oben gehen. Bei SPORT1 sprechen die beiden über ihre Ziele.

Von Annette Bachert

München ? Sonne, Strand und Meer in der Vorbereitung? Was wie ein Wunschtraum klingt, ist bei der SG Flensburg-Handewitt zumindest ein kleines bisschen Wahrheit.

Denn Chefcoach Ljubomir Vranjes schickte seine Mannen nach ein paar Tagen hartem Konditions- und Krafttraining zum Beachhandball ins schwedische Ahus.

Für den Flensburger Neuzugang Holger Glandorf eine Mischung aus noch mehr Training und Teambuilding (126233DIASHOW: Die HBL-Wechselbörse).

"Es war sehr anstrengend mit dem Sand und teils sechs Spielen am Tag. Aber es hat sehr viel Spaß gemacht und die Mannschaft schon ein Stück zusammen geschweißt", erzählt der deutsche Nationalspieler SPORT1.

"Alle sind auf Erfolg eingestellt"

Für Neuzugang Nummer zwei, Lars Kaufmann, war der Turniersieg in Ahus "der absolute Höhepunkt", wie er SPORT1 verrät. Überhaupt gefällt es ihm und seinem "Kumpel" Glandorf im hohen Norden nach nur wenigen Wochen sehr gut.

"Die Mannschaft hat mich sehr gut aufgenommen, und es macht mit allen sehr viel Spaß", sagt Glandorf.

Und Kaufmann "denkt schon, dass ich mich schon ein bisschen eingewöhnt habe."

Die ersten Eindrücke der Mannschaft und des Umfelds schildert Kaufmann "sehr positiv", besonders die Einstellung stimmt: "Die Mannschaft ist sehr motiviert im Training, die geben alle 100 Prozent. Es sind alle sehr auf Erfolg eingestellt. Genauso habe ich mir das vorgestellt."

Glandorf "will eine Schippe drauf legen"

Nicht nur deshalb war für die beiden Deutschen von Anfang an klar, dass die SG die richtige Adresse ist.

"Flensburg hat sich sehr um mich bemüht. Das Paket hier passt sehr gut zu mir, auch die Spielphilosophie ist ähnlich wie in Nordhorn. Da brauchte ich auch nicht lange überlegen", schwärmt Glandorf.

Die Erwartungen sind bei beiden sehr hoch. Kaufmann will mit Flensburg "weiterhin Titel gewinnen" und Glandorf "Erfolg haben", aber vor allem "selbst eine Schippe drauf legen".

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Kein Qualitätsverlust

Natürlich ist den zwei Rückraum-Shootern klar, dass sich die Mannschaft nach den Abgängen von Oscar Carlen, Lasse Boesen und Dan Beutler sowie der Integration der beiden und dem neuen schwedischen Keeper Mattias Andersson, erst finden muss.

"Das braucht etwas Zeit. Aber ich denke von der Qualität her wird sich nicht so viel ändern", so der 29-jährige Kaufmann.

Familienvater Glandorf (zwei Söhne) sieht das ähnlich: "Wir müssen uns als Team finden und ein zwei Jahre zusammen spielen. Und wer weiß, wo wir dann stehen?"

Wenn Kaufmann seine Ziele für die Zukunft erreichen will, in der Champions League. Deshalb sei er nach Flensburg gewechselt.

"Wir trainieren viel härter"

Der Unterschied zu Vereinen wie dem THW Kiel oder HSV Hamburg, die in der Königsklasse bereits Erfolge feierten, seien "ein paar Millionen Euro", sagt Kaufmann lachend.

"Dafür hat Flensburg eine große Handballtradition, die fast unbezahlbar ist. Eine ganze Region steht hinter dem Verein, das macht auch sehr viel aus."

Aber auch Glandorf, der nie mit den Gedanken gespielt hat ins Ausland zu wechseln, sieht das ähnlich: "Man kann das so direkt gar nicht vergleichen. Aber der Etat ist dort sicher um einiges höher."

Den Unterschied zu ihren ehemaligen, "kleineren" Vereinen (Glandorf/TBV Lemgo und Kaufmann/Frisch Auf Göppingen) macht vor allem das Training von Coach Vranjes aus.

"Es ist ganz anders als in Lemgo. Wir trainieren viel härter", analysiert Glandorf.

Und auch Kaufmann schwärmt bei SPORT1 von den Anstrengungen der letzten Wochen: "Der Trainer macht sehr hartes, gutes Training, aber das wollen wir auch so. Natürlich machen wir hier andere Sachen als andere Vereine. Zudem wird hier viel Wert auf Kraft und Athletik gelegt. Schließlich soll der Grundstein für die Saison gelegt werden."

Gegenseitige Komplimente

Laut Glandorf hat der ehemalige Göppinger "nun mit Lubomir Vranjes auch den richtigen Trainer, der ihm noch einige Sachen beibringen kann."

"Er ist ein absoluter Shooter, aber er hat auch ein richtig gutes Auge für den Kreis und die Außenspieler", schwärmt der Ex-Lemgoer über den Halblinken.

Auch andersherum hagelt es Lob: "Holger ist ein super Rückraum rechts, das hat er oft bewiesen. Er hat einen super Wurf, er ist sehr abwehrstark auf der halben Position. Er bringt Flensburg auf jeden Fall weiter."

Es sind also gute Aussichten für die erste Spielzeit, die die beiden "Kumpel" nun nicht mehr nur mit der Nationalmannschaft gemeinsam verbringen, sondern eben auch im Verein.

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