vergrößernverkleinern
Martin Strobel wechselte 2008 von Balingen-Weilstetten zum TBV Lemgo © imago

Der TBV besiegt den Deutschen Meister und hat die Füchse am Rande einer Niederlage. Kiel bezwingt den polnischen Meister.

München - Knapp vier Wochen vor Saisonstart sorgt der TBV Lemgo für die erste kleine Überraschung.

Im Halbfinale des Erima-Cups in Bremen bezwang der Tabellenneunte der vergangenen Saison den HSV Hamburg mit 38:33 (14:15). Im Endspiel gegen die Füchse Berlin setzte es für die Lemgoer dann eine denkbar knappe 31:32-Niederlage.

Abseits des Geschehens in Bremen zeigt sich der THW Kiel in bestechender Form und gewann den "Orlen Handball Cup" in Plock.

Die Rhein-Neckar Löwen schießen sich gegen einen Fünftligisten warm.

SPORT1 gibt einen Überblick über die Testspiele der Bundesligisten.

Füchse Berlin - SG Flensburg-Handewitt 33:27 (14:12)

Im ersten Halbfinale des Erima Cups hat sich das Überraschungs-Team der letzten Saison gegen den Titelverteidiger durchgesetzt.

In einem hart umkämpften Spiel war Sven-Sören Christophersen mit sechs Toren der erfolgreichste Fuchs. Bei Flensburg trafen Spielmacher Viktor Szilagyi und Rückraum-Shooter Petar Djordjic mit fünf Toren am Häufigsten (BERICHT: 100 Prozent - so habe ich mir das vorgestellt).

Trotz der Niederlage war SG-Coach Ljubomir Vranjes nicht unzufrieden: "Natürlich habe ich auch auf das Ergebnis geschaut. Aber ich habe auch viele andere Dinge beobachtet. Und damit war ich zufrieden, zumal man nicht vergessen darf, dass wir erst eine richtige Handball-Einheit hatten."

TBV Lemgo - HSV Hamburg 38:33 (14:15)

Im zweiten Halbfinale setzte sich dann der TBV überraschend gegen den Deutschen Meister durch.

Erfolgreichster Werfer auf Lemgoer Seite war Rechtsaußen Florian Kehrmann mit neun Treffern. Der 34-Jährige überzeugte aber auch auf der ungewohnten halbrechten Position, da mit Rolf Herman und Patrik Johansson die etatmäßigen Rückraum-Rechts-Spieler verletzungsbedingt ausfielen.

Auch der frisch gebackene Junioren-Weltmeister Nils Dresrüsse zeigte nach anfänglicher Nervosität eine souveräne Leistung zwischen den Pfosten und trug somit zum Erfolg über den Deutschen Meister bei.

Für die Hamburger, die auf Michael Kraus, Oscar Carlen, Guillaume und Bertrand Gille verzichten mussten, trafen Marcin Lijewski, Igor Vori, Pascal Hens und Torsten Jansen je fünfmal.

"Wir sind noch nicht da, wo wir hin wollen. Wir können natürlich, bis auf die Anfangsphase, nicht zufrieden sein. Wir haben viele Fehler gemacht, die wir noch abstellen müssen", analysierte Johannes Bitter die Niederlage (BERICHT: Bitter: Harmonisch ins Anti-Duell).

HSV Hamburg - SG Flensburg-Handewitt 31:28 (15:16)

Im Spiel um Platz drei rehabilitierte sich der Deutsche Meister für die Pleite am Vortag und setzte sich mit 31:28 gegen Flensburg durch.

"In der zweiten Halbzeit hat das gesamte Team es super gemacht. Viele Details haben besser hingehauen: Das Zurück-Laufen, die Kommunikation insgesamt und auch die Körpersprache", sagte Coach Carlen, der damit den ersten Vergleich mit seinem ehemaligen Klub für sich entschieden hat (EXKLUSIV: Per Carlen im SPORT1-Interview).

Spielmacher Domagoj Duvnjak war mit neun Treffern bester Schütze der Partie.

"Man darf nicht vergessen, dass wir gegen den deutschen Meister verloren haben", sagte Vranjes. "Aber natürlich sind wir noch nicht da, wo wir in vier Wochen sein wollen."

TBV Lemgo ? Füchse Berlin 31:32 (17:18)

In einer engen, umkämpften Partie behielt das Team von Dagur Sigurdsson die Oberhand und holte sich den Titel beim Erima Cup.

Damit untermauern die Hauptstädter ihre Ambitionen, in der nächsten Saison um den Deutschen-Meister-Titel mitspielen zu wollen (BERICHT: Füchse "wollen um den Titel spielen").

Bei den Berlinern waren Linksaußen Ivan Nincevic mit acht und der spanische Neuzugang Iker Romero mit sechs Toren die besten Schützen.

Für den TBV trafen Manuel Lininger (8) und Mait Patrail (6) am Häufigsten.

THW Kiel ? Wisla Plock 31:29 (15:12)

Während sich die vier Liga-Konkurrenten in Bremen gegenüberstanden, testete Rekordmeister Kiel beim Orlen Cup im polnischen Plock seine Form.

Gegen den siebenfachen polnischen Meister war Momir Ilic mit acht Treffern erfolgreichster Kieler. Nach der Partie wurde Ilic von den Trainern zum wertvollsten Spieler gewählt und erhielt zudem die Torjägerkanone für die meisten Tore im ganzen Turnier.

Zuvor hatten sich die Kielen gegen RK Gorenje Velenje (30:27) und die japanische Nationalmannschaft (39:28) durchgesetzt.

Nicht im Kader war Kiels Rückraum-Waffe Filip Jicha. Der Welthandballer von 2010 kämpft mit Achillessehnenbeschwerden und wird von Coach Alfred Gislason weiterhin geschont.

SC Magdeburg - DHfK Leipzig 17:12

Der SC Magdeburg hat das Vorbereitungsturnier des HC Einheit Halle gewonnen.

Im Finale gegen den Zweitligisten Leipzig setzten sich die Magdeburger locker mit 17:12 durch. Tags zuvor gewann das Team von Frank Carstens gegen den Gastgeber mit 18:8. Die Spielzeit der Partien war auf 30 Minuten angesetzt.

"In der Verteidigung war das ein Schritt nach vorn", lobte Carstens. "Unser Spiel nach vorn muss noch besser werden. Da müssen wir deutlich mehr Tempo machen."

Rhein-Neckar Löwen - HSG Eckbachtal 49:21 (23:12)

Zwar nicht in einem Turnier, dafür in einem Trainingsspiel gegen den Fünftligisten HSG Eckbachtal, holten sich die Rhein-Neckar Löwen etwas Spielpraxis (126233DIASHOW: Die HBL-Wechselbörse).

Besonders Junioren-Weltmeister Niklas Ruß setzte sich mit zehn Treffern in Szene. Neuzugang Neuzugang Krzysztof Lijewski trug sich immerhin zweimal in die Torschützenliste ein.

Zum Forum - jetzt mitdiskutieren! Zurück zur Startseite

teilentwitternE-MailKommentare
Bitte bewerten Sie diesen Artikel